Greenpeace-Aktivisten klagen über russische Haftbedingungen

Kalte Zellen und mit Videokameras überwachte Toiletten: Die in Russland eingesperrten Greenpeace-Aktivisten beklagen sich über ihre Haftbedingungen. Zudem hätten nicht alle Häftlinge Zugang zu Trinkwasser. Die Umweltorganisation will Russland deswegen verklagen.

Greenpeace will wegen der schlechten Haftbedingungen für die Umweltschützer Russland verklagen. Notfalls werde man bis vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg ziehen, so ein Anwalt.

28 Aktivisten aus fast 20 Länder – darunter der Schweiz – sowie zwei Reporter sitzen seit etwa zwei Wochen im nordrussischen Gebiet Murmansk hinter Gittern. Sie sind wegen bandenmässiger Piraterie angeklagt. Ihnen drohen jeweils bis zu 15 Jahre Haft. An diesem Dienstag soll ein Gericht über die Haftbeschwerden entscheiden.

Die Umweltschützer hatten an einer russischen Plattform gegen geplante Ölbohrungen in der ökologisch anfälligen Arktis protestiert. Daraufhin enterten bewaffnete Sicherheitskräfte die «Arctic Sunrise».

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Prozess gegen Greenpeace-Aktivisten in Russland

    Aus Tagesschau vom 3.10.2013

    Zwei Wochen nach dem Protest von Greenpeace in der Arktis hat die russische Justiz alle 30 Aktivisten, die sie festgenommen hatte, als Piraten angeklagt. Unter den Angeklagten ist auch ein Schweizer.