Griechenland erhält wieder Geld

Wenige Stunden nach der Zustimmung des deutschen Parlaments gaben die Euro-Finanzminister grünes Licht für die Auszahlung der ersten Tranche des neuen Hilfsprogramms. Am Donnerstag muss Athen Schulden bei der Europäischen Zentralbank begleichen.

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Bildlegende: Der Euro rollt wieder nach Griechenland. Reuters

Die Euro-Finanzminister gaben am frühen Mittwochabend die erste Kreditrate von 26 Milliarden Euro aus dem neuen Rettungsprogramm für Griechenland frei. EU-Vizekommissionschef Valdis Dombrovskis informierte über den Entscheid.

Die Hälfte des Geldes, also 13 Milliarden Euro, fliesst nach früheren Angaben direkt nach Athen. 10 Milliarden sind nur für die Bankensanierung reserviert und werden auf ein Sonderkonto transferiert. 3 Milliarden der Hilfe sollen erst im Herbst fliessen.

3,4 Milliarden fliessen wieder zurück

Der nächste Rückzahlungstermin für Griechenland ist an diesem Donnerstag. Dann muss Athen knapp 3,4 Milliarden Euro an die Europäische Zentralbank (EZB) zurückzahlen.

Vor dem Entscheid der Euro-Finanzminister hatten noch der deutsche Bundestag und wenig später auch das Parlament der Niederlande dem dritten Hilfspaket für Griechenland mit Krediten bis zu 86 Milliarden Euro zugestimmt.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Bundestag stimmt Hilfspaket für Griechenland zu

    Aus Tagesschau vom 19.8.2015

    Das deutsche Parlament hat sich mit grosser Mehrheit hinter weitere Milliardenkredite für Griechenland gestellt. Innerhalb der Union gab es aber Abweichler. Einschätzungen von SRF-Korrespondent Adrian Arnold in Berlin.