Zum Inhalt springen
Inhalt

International Gross-Demo gegen Netanjahu

Kurz vor den Wahlen gehen zehntausende Israeli gegen Premierminister Benjamin Netanjahu auf die Strasse. Sie fordern einen Richtungswechsel in der Politik.

Legende: Video Grossdemonstration in Israel (unkomm.) abspielen. Laufzeit 00:22 Minuten.
Aus News-Clip vom 08.03.2015.

Zehn Tage vor der Parlamentswahl in Israel machen die Gegner von Premierminister Benjamin Netanjahu mobil: Zu Zehntausenden haben sie in Tel Aviv gegen dessen Politik demonstriert. Unter dem Motto «Israel will Wandel» kamen die Menschen auf den zentralen Rabin-Platz. Die Polizei sprach von bis zu 25'000 Teilnehmern, nach Angaben der Organisatoren waren es doppelt so viele.

Aufgerufen zu der Demonstration hatte die Bewegung Millionen Hände. Sie setzt sich für ein Friedensabkommen mit den Palästinensern ein und für die Schaffung eines Palästinenserstaates.

Applaus für Ex-Geheimdienst-Chef

Prominentester Sprecher der Kundgebung war der ehemalige Chef des Auslandsgeheimdienstes Mossad, Meir Dagan. «Israel hat Feinde, aber ich fürchte sie nicht. Was mir Angst macht, ist die derzeitige Führung des Landes», sagte Dagan unter dem Jubel der Demonstranten.

Israel sei festgefahren, es fehle an Visionen, so Dagan weiter. Das Land stecke «in der schlimmsten Führungskrise seit der Unabhängigkeit, an die ich mich erinnern kann». Die Menge applaudierte lautstark und rief unter Verwendung von Netanjahus Spitznamen «Bibi geh nach Hause!» und «Herzog, Herzog» – in Anspielung auf den Führer der Mitte-Links-Opposition Izchak Herzog.

Netanjahus Chancen sind intakt

Am kommenden Samstagabend – nur drei Tage vor den Wahlen – ist eine rechtsorientierte Gegendemonstration geplant. In Israel wird am 17. März eine neue Knesset gewählt. Neuen Umfragen zufolge liegt das Mitte-Links-Bündnis Zionistisches Lager etwa gleichauf mit Netanjahus Likud-Partei. Allerdings gelten Netanjahus Chancen für eine Koalitionsbildung als sehr viel besser.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

22 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Sascha Schulthess, Mexico D.F
    Israel sollte die Grenzen der 40ger Jahren anerkennen, haben Sie nicht gemacht, auch nicht die von 1967. Orthodoxe Juden wollen das Ihnen besagte Land besetzen und die radikalen Islamisten die Juden ins Meer stuerzen. Hmmm schwierig. Israel soll die Grenzen aktzeptieren von 1967 und der Spuk ist schnell vorbei. Illegal erbaute Siedlungen werden abgefackelt, damit die Palaestinenser ja nichts davon haben. traurig. Naja hoffentlich geht nun mal was. Hamas ist uebrigens auch sch....e
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Albert Planta, Chur
    Leute wie Netanjahu sind unfähig die Probleme zwischen Israel und Palästina zu lösen. Die Völker müssen lernen aufeinander zuzugehen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Björn Christen, Bern
    Linke Realitätsverweigerung pur! Man muss schon ziemlich bekloppt sein, um mit einer Bevölkerungsgruppe 'Frieden' schliessen zu wollen, deren aktueller Führer seit Jahren immer wieder unverhohlen ein "judenreines" Palästina propagiert und die es sich seit mehr als 65 Jahren zum Ziel macht, Israel von der Landkarte zu vertilgen. HALLO - AUFWACHEN!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von G.Beretta, Bern
      und wie sah dort die Landkarte vor zB. 80 Jahren aus? was schlagen sie den vor? einfach so weiterzufahren? was ist schlimmer, linke Realitätsverweigerung oder rechte Rhetorik ?
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Patrick Lohri, Aarberg
      Vor 80 Jahren gab es auch keinen Nationalstaat Palästina Herr Beretta! 80% des Protektorates Palästina gab man zum Vornherein den Arabern (Transjordanien bzw Jordanien) Der kleine Rest versprach man den Juden, aber selbst das macht man ihnen bis zum heutigen Tag streitig! Trotzdem hätten die Palästinenser beinahe ihren Staat bekommen, hätten sie in der Jerusalemfrage nicht zu hoch gepokert! Das wäre dann der 2e Arabische Staat gewesen auf dem Gebiet des ehemaligen Protektorates...
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von G.Beretta, Bern
      Lohri: Ich habe nicht behauptet, dass es vor 80 Jahren einen Nationalstaat Palästina gab! Denn es gibt ihn noch heute nicht !!! bei der Jerusalemfrage zu hoch gepokert? jedem seine Meinung…..
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    4. Antwort von Björn Christen, Bern
      Ich schlage vor, dass die Araber endlich akzeptieren, dass Israel ein fester Bestandteil des Nahen Ostens ist und bleiben wird. Ich schlage vor, dass die Araber anstatt Juden zu hassen und zu versuchen Israel zu vernichten, diese Energie in etwas Positives umwandeln. Ich schlage vor, die Araber kapieren, dass wenn man Kriege anzettelt und diese verliert, dies territoriale Konsequenzen haben kann. Die West Bank gehört zu Israel, genauso wie Ostpreussen heute zu Polen (und Russland) gehört.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    5. Antwort von G.Beretta, Bern
      @Christen, den Israelis haben Sie nichts vorzuschlagen? es gibt auf beiden Seiten Böse und Gut. den Israelis schlage ich vor, dass sie endlich akzeptieren, dass Palästina eine Nation sein muss. Ich schlage vor, dass die Israelis anstatt Arabern zu hassen und zu versuchen Gaza zu vernichten, diese Energie in etwas Positives umwandeln. Ich schlage vor, die Israelis kapieren, dass wenn man Kriege anzettelt und diese gewinnt, dies Konsequenzen haben kann.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    6. Antwort von Patrick Lohri, Aarberg
      Israel wird bezüglich Sicherheit keine Kompromiss machen, daran ändert weder die höchste NGO-Dichte noch das mehr oder weniger ideologisch motivierte Israel-bashing was! Den gleichen Fehler wie mit Gaza wird man vermeiden wollen. Soll es jemals einen Staat Palästina geben? Wenn ja, braucht es Sicherheitsgarantien (daran zweifle ich) wenn nein, sind die dort lebenden Araber Israelische Staatsbürger mit Stimm-und-Wahlrecht und ist das gut für Israel? Das ist das Dilemma...
      Ablehnen den Kommentar ablehnen