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International Gross-Demo gegen privates Pensionssystem in Chile

Hunderttausende haben in Chile gegen die privaten Pensionskassen protestiert. Sie fordern einen Systemwechsel und höhere Renten. In Chile verwalten sechs private und gewinnorientierte Unternehmen rund 160 Milliarden Franken an Pensionskassengeldern.

Hunderttausende Chilenen haben an Protestmärschen gegen das System privater Pensionskassen teilgenommen. Allein in Santiago de Chile demonstrierten nach Polizeiangaben am Sonntag knapp 100'000 Menschen.

Legende: Video Tausende machten in Santiago ihrer Wut Luft abspielen. Laufzeit 0:53 Minuten.
Vom 22.08.2016.

Sie protestierten gegen das von der Militärdiktatur Augusto Pinochets 1981 eingeführte System, das die Pensionen an die Rentabilität der Pensionsfonds bindet. Nach Angaben der Organisatoren marschierten 300'000 Menschen durch Santiago. Die Kundgebungen fanden auch in rund 50 weiteren Städten statt.

Nach Angaben der staatlichen Aufsichtsbehörde der Pensionskassen beziehen die chilenischen Pensionäre durchschnittlich 197'726 Pesos (287 Franken). Die Regierung der Präsidentin Michelle Bachelet hat nach einer ersten Kundgebung im Juli eine Reform des Pensionssystems angekündigt. Die Protestbewegung fordert jedoch eine Umwandlung der Pensionskassen in ein Umverteilungssystem.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Privatisierung von Rentensystemen ist oft ein Problem. Ein Teil der Profite verschwinden in privaten Kanälen. Treten Schwierigkeiten oder sogar Konkurse auf, wird der Schaden sozialisiert. Betrug und Täuschung sind Tür und Tor geöffnet. Vorfälle gibt es auch in Europa. Erwähnt sei die privaten Zusatzrenten in DE. Natürlich wirtschaften Private tendenziell besser, da sie direkt davon profitieren. Pinochet schadet den Chilenen noch nach seinem Tod. Wer waren seine Berater?
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