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International Grossbritannien setzt auf atomare Abschreckung

Britische Atom-U-Boote mit nuklearer Bewaffnung werden durch neue Modelle ersetzt – für 31 Milliarden Pfund. Das hat das Parlament in London nach einer stundenlangen Debatte entschieden.

Legende: Video Zerrissene Opposition macht Rüstungsprogramm möglich abspielen. Laufzeit 1:51 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 19.07.2016.

Das britische Parlament hat mit 472 gegen 117 Stimmen die Erneuerung der strategischen Atom-U-Boot-Flotte beschlossen. Bei der Abstimmung offenbarte sich ein Riss, der durch die oppositionelle Labour-Partei geht: Während sich Labour-Chef Jeremy Corbyn gegen die Erneuerung der Flotte mit ihren Atomraketen aussprach, stimmte die Mehrheit seiner Fraktion für das 31 Milliarden Pfund (40 Milliarden Franken) teure Rüstungsprogramm.

Die konservative Premierministerin Theresa May sagte, Grossbritannien könne seine «ultimative Absicherung nicht aufgrund eines unangebrachten Idealismus aufgeben». Dies wäre ein «waghalsiges Glücksspiel». Corbyn dagegen bezeichnete nukleare Abschreckung als «Drohung mit Massenmord».

Die britische U-Boot-Flotte zur nuklearen Abschreckung besteht derzeit aus vier U-Booten der Vanguard-Klasse, die mit dem Raketensystem Trident ausgestattet sind. Die Schiffe sollen nun nach und nach durch Nachfolgemodelle ersetzt werden.

14 Kommentare

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  • Kommentar von Chasper Stupan (kritischabündner)
    Leute, ich weiss nicht was die Aufregung hier soll. Der eine schreibt von Waffengeschäften, der andere von U-Booten in der Schweiz, der dritte ist vom Brexit verärgert - alles Dinge, die mit dem Thema aber auch gar nix zu tun haben. Am ehesten verstehe ich noch Pazifist Frey. Aber das ist nur ein ganz einfacher Bericht über einen Parlamentsentscheid, der schon lange geplant war. Einziger Fehler: auch mit nicht "zerrissener Opposition" wäre der Entscheid gleich ausgefallen - es war 472:117.
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  • Kommentar von Peter Mueller (Elbrus)
    Das wird mind. 20 Jahre dauern.
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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    UK erhöht die Militärausgaben und befindet sich dabei genau auf Kurs der NATO-Strategie. Ausserdem gehören sie zu den Top-Waffenlieferanten gewisser Kunden in Nahost. Während sich die EU über den Brexit ärgern und Angst vor Nachfolgeaktionen haben, kümmert sich UK um globale Geschäfte und Strategien. Es würde mich nicht wundern, wenn sich in absehbarer Zukunft gewisse ökonomisch starke Europaländer zu einer Wirtschaftsunion zusammenschließen und die EU-Epoche langsam zu Ende geht.
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