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International Grossbritannien will Militärausbilder in die Ukraine schicken

In den vergangenen Wochen hielt sich Grossbritannien auf diplomatischer Bühne zurück, Deutschland und Frankreich verhandelten in der Ukraine-Krise. Nun prescht der britische Premier vor: David Cameron will Militärausbilder in die Ukraine schicken.

Ein britischer Militärausbilder bei den Peschmerga im Nordirak
Legende: Ein britischer Militärausbilder bei den Peschmerga im Nordirak. Nun sollen diese Ausbilder auch in die Ukraine gehen. Reuters

Wenige Tage, nachdem ein britischer Parlamentsausschuss die EU und das Vereinigte Königreich grober Versäumnisse im Umgang mit Russland beschuldigt hatte, kündigt Premierminister David Cameron an, im März Militärberater in die Ukraine zu schicken. Die Vereinigten Staaten wollen ebenfalls bis zu 800 Ausbilder in die Ukraine schicken.

Die britische Regierung hatte in den letzten Monaten zwar eine führende Rolle beim Aufbau selektiver Sanktionen gegen Russland gespielt. In den letzten Wochen aber beschränkten sich die Briten auf die Rolle von Zuschauern, während Deutschland und Frankreich auf höchster Ebene diplomatisch intervenierten.

Keine direkten Waffenlieferungen – zurzeit

Nun ergreift London wenige Wochen vor einer Parlamentswahl die Initiative. Grossbritannien werde in den nächsten Wochen bis zu 75 Militärberater in die Ukraine schicken, um in den Bereichen Aufklärung, Logistik und medizinischer Versorgung zu helfen, erläuterte Premierminister Cameron vor einem Unterhausausschuss.

Er sei gegenwärtig gegen direkte Waffenlieferungen, aber das könnte sich ändern. Er schliesse nichts aus, sagte Cameron. Die Amerikaner würden dies zurzeit erwägen. Ob Russland einen derartigen Schritt als Provokation oder als Abschreckung vor weiteren Übergriffen interpretiert, wird sich weisen.

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47 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Weiler, St. Gallen
    Wozu schickt England Militärausbilder in die Ukraine? Um dem Terrorregime in Kiew zu zeigen, wie man die unbewaffnete Zivilbevölkerung mit Splittergranaten und Brandbomben zur Vernunft bringen oder sie zumindest so traumatisieren kann, dass ihr Widerstand gegen die Unterdrücker von alleine bricht? Die russische Armee hat sich ja nachweislich bisher standhaft geweigert, einzugreifen.
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  • Kommentar von Weber Jean-Claude, Zinal
    Endlich erinnert sich die englische Regierung daran, dass sie das Budapester Memorandum mitunterschrieben haben, in welchem Die Integrität der Ukraine garantiert wurde. Somit sind sie in der Pflicht dafür etwas aufzuwenden. Ich finde lieber spät als nie! Putin und seine Militärberater merken langsam, dass sie das Feuer, welches sie entfacht haben, bald nicht mehr löschen können. Das ist der Gegendruck von dem ich an einer anderen Stelle schrieb.
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    1. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      Camerons Tage als Premier gezählt sind, lockt ihn vermutlich ein guter Job in einem US-Grosskonzern. Wetten? Aber die englische Regierung sollte sich auch daran erinnern, welchen Vertrag Churchill damals mit Stalin unterschrieben hat! Ost-Europa an Russland, West-Europa an die Amis & England den Engländern inkl. Garantien für ihre Kolonien. Mittlerweile hat aber nur Russland Federn lassen müssen. Amerika & England nicht. Vertragsbrüchig ist bisher also nur der Westen geworden.
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    2. Antwort von Weber Jean-Claude, Zinal
      @Waeden Totgeglaubte leben manchmal länger. Sie verw. 1945 mit Churchill auf Jalta. Er unterschrieb nur auf Druck des schwerkr. Roosevelt, denn er war sich bewusst, dass er damit Länder verurteilte. Cameron das ist 2015. Ich finde es gut, dass GB Sani ausbilden will, man weiss in welch des. Zustand die Ausr der ukr A ist. Dank Spenden wurden in D 1. Hilfekasten beschafft. Die ukr. Armee hatte nichts davon. Der Westen kann nichts dafür, dass die UdSSR auseinanderbrach, war ein hausgem Problem.
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  • Kommentar von UdoGerschler, Frankenberg
    Nachdem Englische Flugzeuge mit Waffen von den Irakern abgeschossen wurden weil von den Irakern vermutet für die ISIS bestimmt ,versuchen die Engländer in der Ukraine Großmacht zu spielen.Das dürfte in die Hose gehen da sie im eigenen Land schon nicht mehr durchsehen.
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    1. Antwort von Marcel Chauvet, Neustadt
      @Gerschler: Was hat das mit Großmachtsucht zu tun, wenn man ein Land ertüchtigen will, sich gegen einen Größenwahnsinnigen zu verteidigen. Sie können davon ausgehen, dass den Militärberatern bald Waffensysteme folgen. Das dürfte die einzige Sprache sein, die despotische Rappelköpfe zur Vernunft bringen, Weichei-Politik war und ist zum Scheitern verurteilt.
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    2. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      Putin hat Olympia aus gerichtet. Gut, sie ist ein wenig grosszügig ausgefallen. Er hat schon & wollte noch andere Meisterschaften nach Russland holen. Er hat gute Handelsbeziehungen zu Europa aufgebaut. Glauben Sie tatsächlich, dass er all das für einen Konflikt in der Ukraine, ein marodes Land einfach so aufgibt? Im Gegensatz zu vielen anderen Politikern im Konflikt ist er ein kluger Kopf & kühler Rechner. Für die Ukraine alles aufzugeben, rechnet sich eindeutig nicht.
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    3. Antwort von Weber Jean-Claude, Zinal
      @Waeden Sotchi diente nur als Kulisse für Putins protzen. Sie vergessen alle Menschen, die Ihre Häuser verloren haben und dafür nicht entschädigt wurden. Diese leben jetzt in armseligen Wohnungen. Sotchi ist eine Totgeburt, denn niemand weiss was mit den Anlagen anzufangen. Die Sportlerunterkünfte stehen alle leer. Aus dem schönen Sotchi wurde eine Retortenstadt. Jetzt soll das Stadion zu einem Fussballstadion umgebaut werden für 2018, wo wieder viele Mio Rubel versanden werden.
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