Grossdemonstration gegen Sparpolitik in Rom

Eine Jugendarbeitslosigkeit von 40 Prozent und trübe Zukunftsaussichten: In Rom haben zehntausende Menschen gegen die Sparpolitik der Regierung demonstriert. Dabei ist es auch zu Ausschreitungen gekommen.

«Wir haben Recht auf eine Zukunft», war auf den Transparenten einiger Studentengruppen zu lesen. Geschätzte 70'000 Menschen beteiligten sich an der Demonstration, die auf dem Platz vor der Lateranbasilika begonnen hatte.

Unter ihnen auch einige vermummte Anarchisten. Sie bewarfen den Sitz des Wirtschaftsministeriums im Zentrum der italienischen Hauptstadt mit Molotow-Cocktails und Eiern.

Auch gepanzerte Fahrzeuge der Polizei wurden zum Ziel, wie italienische Medien berichteten. Die Anarchisten bauten Barrikaden aus Müllcontainern auf, um unbehelligt flüchten zu können. Einige Vermummte wurden festgenommen.

Polizei beschlagnahmt Autos

Im Vorfeld der Demonstration wurden schärfste Sicherheitsvorkehrungen ergriffen. Am Samstag wurden in Rom neun Anarchisten, darunter einige Ausländer, festgenommen. Die Festnahmen erfolgten bei Kontrollen unweit des Wirtschaftsministeriums.

Bei Kontrollen vor der Demonstration wurden Autos beschlagnahmt, in denen Ketten und Knüppeln gefunden wurden. Schon am Freitag waren fünf französische Anarchisten festgenommen und in ihre Heimat zurückgeschickt worden.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Demonstrieren gegen das Sparen

    Aus Tagesschau vom 19.10.2013

    In Italien haben 70'000 Menschen gegen die Sparmassnahmen der Regierung Letta demonstriert. Am Rande kam es zu einzelnen Scharmützeln.