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International Grünes Licht für 40-jährige Reaktoren in Japan

Obwohl sie bereits über 40 Jahre alt sind, wurde die Laufzeit zweier Reaktoren des Kernkraftwerks Tahakama um 20 Jahre verlängert. Die japanische Atomaufsicht macht dabei von einer Sonderregelung Gebrauch.

Die Reaktoren 1 und 2 des Kernkraftwerks Takahama.
Legende: Die Reaktoren 1 und 2 des Kernkraftwerks Takahama sollen für 20 weitere Jahre am Netz bleiben. Imago

Japans Atomaufsicht hat einer Laufzeitverlängerung zweier Reaktoren um 20 Jahre zugestimmt. Die Reaktoren 1 und 2 im Kernkraftwerk Takahama westlich der Hauptstadt Tokio dürfen laut dem Entscheid weiter betrieben werden, obwohl sie bereits mehr als 40 Jahre alt sind.

Der Betrieb von Reaktoren ist durch neue Sicherheitsauflagen nach der Atomkatastrophe in Fukushima vom März 2011 auf 40 Jahre begrenzt. Eine Verlängerung um 20 Jahre ist aber möglich, wenn die Atomaufsicht zustimmt.

Zwei von 48 Reaktoren in Betrieb

In Takahama stehen die Reaktoren derzeit still. Die Reaktoren 3 und 4 waren zwischenzeitlich wieder angefahren worden. Ein Gericht setzte den Betrieb vor wenigen Monaten allerdings wegen «problematischer Punkte» und «Fragen» unter anderem zum Schutz vor Tsunamis und Evakuierungsplänen wieder aus. Nur zwei der 48 kommerziellen Reaktoren Japans sind derzeit in Betrieb.

Die japanische Regierung des rechtskonservativen Ministerpräsidenten Shinzo Abe strebt einen Anteil der Atomenergie an der Stromversorgung von 20 bis 22 Prozent bis zum Jahr 2030 an. Abes Vorgänger Yoshihiko Noda hatte 2012 noch einen Plan zum Atomausstieg verkündet. Bis zum Fukushima-Unglück hatten die Kernkraftwerke knapp 30 Prozent des Strombedarfs Japans gedeckt.

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