Zum Inhalt springen

International Guldimann rapportiert von der angespannten Lage

Der OSZE-Sondergesandte Tim Guldimann hat die Krim besucht. Gefährlich seien die nicht-identifizierten bewaffneten militärischen Einheiten auf der Schwarzmeer-Halbinsel.

Tim Guldimann an einer OSZE-Medienkonferenz.
Legende: Der Sondergesandte der OSZE für die Ukraine, Tim Guldimann, beurteilt die Lage auf der Krim als angespannt. Keystone

Nach einem Besuch auf der ukrainischen Schwarzmeer-Halbinsel Krim hat es der OSZE-Sondergesandte Tim Guldimann als «ein Wunder» bezeichnet, dass «angesichts der politischen und militärischen Umstände» bisher ein Blutvergiessen verhindert werden konnte.

Er habe während seines Besuches seit Dienstagabend einen guten Überblick auf die Situation auf der Krim erhalten, sagte er in Kiew. Guldimann war von Bundespräsident Didier Burkhalter, dem amtierenden Präsidenten der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), zu seinem persönlichen Gesandten für die Ukraine ernannt worden.

Nicht-identifizierte Militärs sind gefährlich

Die Situation in den Strassen der Krim könnte einem zwar fast normal erscheinen, sagte Guldimann. Doch die Lage sei sehr angespannt. Als gefährlich bezeichnete Guldimann die Präsenz der nicht-identifizierten bewaffneten militärischen Einheiten und den Aufbau von Selbstverteidigungstruppen, über die die OSZE Berichte erhalten habe.

Angesprochen auf die Identität dieser maskierten Soldaten sagte Guldimann, ein ukrainischer Offizier habe ihnen erzählt, dass er auf einigen Fahrzeugen russische Nummernschilder gesehen habe. Ausserdem hätten die Bewaffneten Uhren getragen, die noch immer auf die russische Zeitzone eingestellt gewesen seien. Die Antwort sei wohl offensichtlich genug.

Auf die Frage, ob die OSZE das angekündigte Unabhängigkeitsreferendum auf der Krim beobachten werde, sagte Guldimann, dass die Organisation nur auf Einladung des betroffenen Landes aktiv werde. «Ich glaube, die Antwort ist klar».

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

5 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von m.mitulla, wil
    Die Krim - selbst wenn die Schwarzmeerflotte schon leicht angerostet ist - bleibt ein strategisch ausserordentlich wichtiger Punkt für Präsident Putin. Es geht um den Zugang zum Schwarzen- und somit auch zum Mittelmeer. Solange die Drohungen aus dem Westen Putin nicht wirklich bedrohen, wird er niemals zurückweichen. Der Machtkampf zwischen Ost und West wird hier auf dem Buckel der Menschen in der Ukraine ausgetragen. Hoffentlich gibt einer nach und es kommt nicht zu einem Krieg!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
      So angerostet sind die Seestreitkräfte RUS nicht mehr. In Sewastopol befinden sich ca. 40 Schiffe mit 16'000 Mann. Bis dato bezahlte RUS an die UKR jeweils 97 Mio US$ Pachtgeb. Bis 2020 werden 44 U-Boote, 36 Fregatten, 28 Korvetten, 18 Kreuzer, 24 Zerstörer u. 7 Träger einsatzbereit sein. Das heisst mind. 7 selbst. operierende Träger-Verbände mit ausgewogener Bedeckung mit Begleitschiffen zum Schutz gegen U-Boote, Drohnen u. Flugzeuge! Sonst noch Fragen - Die USA müssen zur selben Zeit sparen..
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Daniel Briner, Neerach
    "Ein Wunder, dass angesichts der politischen und militärischen Umstände bisher ein Blutvergiessen verhindert werden konnte" (?). Der Mann hat offensichtlich eine schizoide Wahrnehmung, denn die Realität ist umgekehrt; nur wegen der "nicht-identifizierten bewaffneten militärischen Einheiten" (was denn sonst als Russen!) wurde bisher auf der Krim noch nicht geschossen. USA-EU finanzieren & rüsten jetzt pro westliche ukrainische Provokateure aus, so dass RUS dann darauf reagieren muss, wetten?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Eddy Dreier, Burgdorf
    Ich bin zutiefst darüber besorgt, das Obama eine Volksabstimmung für ilegal erklärt, wo doch nun jahrzehntelang diverse Länder von den USA mit Bomben demokratisiert wurden. Volksabstimmungen = gegen Völkerrecht, Bomben auf Zivilisten = befreiende Demokratisierung. Das ist nicht in Worte zu fassen. Und es legt die Karten der USA auf den Tisch.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen