Haarschneider löst Bombenalarm aus

Am Autobahnzollamt in Weil am Rhein ging am Mittwochnachmittag kurzzeitig nichts mehr – wegen eines Sprengstoffverdachts musste das Zollamt evakuiert worden. Der verdächtige Gegenstand entpuppte sich als Haarschneidemaschine.

Am Grenzübergang in Weil am Rhein steht ein Grenzpolizist Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Grenzübergang Weil am Rhein Keystone

Eine Haarschneidemaschine hat am Mittwochnachmittag das Autobahnzollamt Basel-Weil am Rhein lahmgelegt: Das Gerät schaltete sich in einem Koffer bei einem Reisebus selbständig ein und löste einen Bombenalarm aus. Der Besitzer war derweil nebenan in der Beiz.

Weiträumige Evakuierung

Deutschen Zollbeamten fiel der neben dem Bus stehende Koffer auf, als sie den Bus vor der Ausreise in die Schweiz kontrollierten. Weil zunächst nicht festzustellen war, wem er gehört und was darin ist, wurde das Zollamt samt einem Umkreis von 200 Metern sicherheitshalber evakuiert. Der Verkehr war deswegen in beiden Fahrtrichtungen für rund eine Stunde komplett blockiert.

Wie die deutsche Polizei mitteilte, überprüfte in der Folge ein Sprengstoffspürhund den Koffer. In der Zwischenzeit wurde auch der Besitzer ausfindig gemacht: Er hatte sich in die Gaststätte beim Zollamt begeben. Er ging zum Koffer, öffnete diesen, und die harmlose Haarschneidemaschine kam zum Vorschein.

Grosser Stau war die Folge

Wegen der Evakuation und der Verkehrssperrung kam es zu kilometerlangen Staus auf der A2 beim Grenzübergang Schweiz-Deutschland sowie zu Verkehrsbehinderungen in der Umgebung.

Die Gemeinschaftszollanlage wird von Schweizer und deutschen Behörden gemeinsam betrieben. Sie liegt an der A2/A5, einer der wichtigsten europäischen Nord-Süd-Strassenachsen.