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Benôit Hamon (l.) und Manuel Valls am zweiten TV-Duell.
Legende: Benôit Hamon (l.) und Manuel Valls am zweiten TV-Duell. Keystone
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TV-Duell der Sozialisten Hamon und Valls streiten über Grundeinkommen

Am Mittwochabend fand im das zweite TV-Duell der französischen Sozialisten statt. In der Debatte standen das bedingungslose Grundeinkommen für alle und die Affäre Fillon im Vordergrund.

  • Das Grundeinkommen: Der französische Ex-Minister und Präsidentschaftskandidat Benoît Hamon hat sein Vorhaben eines Grundeinkommens für jeden Franzosen verteidigt. Der Favorit bei der parteiinternen Vorwahl sprach sich zudem für eine Arbeitszeitverkürzung aus, die zwischen Sozialpartnern vereinbart werden sollte. Sein Kontrahent, Ex-Premier Manuel Valls, kritisierte die hohen Kosten von Hamons Projekten. «Es gibt ein Problem der Glaubwürdigkeit», sagte er. Mit Blick auf das vorgeschlagene Grundeinkommen von 750 Euro pro Monat sagte Valls: «Das kostet 300, 400, 450 Milliarden Euro.»
  • Affäre Fillon: Einig sind sich die beiden sozialistischen Kandidaten in Bezug auf die so genannte Fillon-Affäre. Sie wollen die Beschäftigung von engen Verwandten im Parlament verbieten. Der konservative Präsidentschaftskandidat François Fillon war zuvor wegen der früheren Anstellung seiner Frau im Parlament ins Visier der Justiz geraten. Die Finanz-Staatsanwaltschaft leitete nach Vorwürfen der Scheinbeschäftigung eine Voruntersuchung ein. Zuvor hatte die Wochenzeitung «Le Canard Enchaîné» enthüllt, dass Fillon seine Ehefrau jahrelang als parlamentarische Mitarbeiterin geführt hatte.

Hamon hatte sich in der ersten Runde der Vorwahl am vergangenen Sonntag mit 36 Prozent der Stimmen überraschend deutlich durchgesetzt. Valls erreichte mit rund 31,5 Prozent nur den zweiten Platz.

Die zweite Runde der Vorwahl der französischen Linken ist an diesem Sonntag geplant. Der Gewinner ist dann der Spitzenkandidat für die Präsidentenwahl, die im April und Mai geplant ist.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von M. Kaiser  (Klarsicht)
    Auf diesem Gebiet des Grundeinkommens muss die SP arbeiten - das ist ihr Feld der zukünftigen Politik, nicht den Kapitalismus abschaffen, ihn in die Verpflichtung und soziale Mitverantwortung nehmen, mit scharfen Richtlinien und Steuer - Kontrollen. Der Neoliberalismus mit den verlogenen freien Märkten schafft diesen eklatanten Wohlstandsunterschied wie er sich nun immer zerstörender zeigt - und muss daher in dieser heutigen Form verschwinden.
  • Kommentar von S. Meier  (SM)
    Da hat die Schweiz mit der Abstimmung über das Grundeinkommen, Ispiration für einige Politiker gebracht.
    1. Antwort von Daniele Röthenmund  (gerard.d@windowslive.com)
      Falsch, das ist keine Schweizer Idee!
    2. Antwort von S. Meier  (SM)
      @Daniele Röthenmund, ich weiss auch, dass es keine Schweizer Idee ist, jedoch haben wir darüber abgestimmt und die internationale Presse, sowie es scheint auch Politiker haben es umgehend aufgenommen. Deswegen hat die Abstimmung eben vielleicht doch inspiriert. Die Idee selber ist uralt.