Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Audio Weltweit wurden 2017 mehr Waffen verkauft abspielen. Laufzeit 01:23 Minuten.
Aus HeuteMorgen vom 10.12.2018.
Inhalt

Handel mit Rüstungsgütern Die globalen Waffenschmieden florieren mehr denn je

Geschäft mit dem Töten: Die US-Konzerne sind nach wie vor führend.

Die hundert grössten Rüstungskonzerne der Welt im letzten Jahr verkauften Kriegsmaterial für 400 Milliarden Dollar. Es ist der dritte Anstieg in Folge.

Im Vergleich zum Vorjahr wuchs der Handel mit Militärgerät um zweieinhalb Prozent, im Vergleich zum Jahr 2002 gar um 44 Prozent, heisst es im Bericht des renommierten Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri.

Deutlich mehr Waffenverkäufe aus Russland

Rüstungsunternehmen aus den USA stehen weiterhin mit grossem Abstand an der Spitze der Sipri-Statistik. Allein sie bestritten im letzten Jahr fast 60 Prozent der weltweiten Waffenverkäufe.

Auffällig ist gemäss den Zahlen des Instituts, wie stark russische Konzerne zulegten. Sie verdrängten mit einem Wachstum von über acht Prozent im letzten Jahr britische Waffenschmieden vom zweiten Platz. Der Anteil Russlands an den weltweiten Waffenverkäufen beträgt nun fast zehn Prozent.

Auch der bundeseigene Schweizer Rüstungskonzern Ruag ist unter den Top 100 der Rüstungskonzerne vetreten. Mit einem Betrag aus Waffenverkäufen von 870 Millionen Dollar liegt dieser aber abgeschlagen auf dem 95. Platz. Zum Vergleich: Das weltweit grösste Rüstungsunternehmen Lockheed Martin Corp. (USA) setzte 2017 mit dem Verkauf von Waffen und Militärdiensten 44'920 Millionen Dollar um.

Legende:
Weltweit grösste Rüstungskonzerne 2017 (mit Ruag zum Vergleich) Waffen- und Militärdienste verkaufende Unternehmen (exkl. chinesische Konzerne) Friedensforschungsinstitut Sipri

Türkische Waffenschmieden steigern Umsatz

Dass weltweit immer mehr Rüstungsgüter gehandelt werden, kommt für die Experten des Sipri nicht überraschend. Viele Länder modernisierten ihre Waffensysteme. Auch hätten die Spannungen in bestimmten Weltregionen die Nachfrage nach modernen Waffensystemen steigen lassen.

Besondere Erwähnung findet in dem Bericht die Türkei, deren Rüstungskonzerne ihre Verkäufe im letzten Jahr um ein Viertel steigerten. Das widerspiegle den Willen der Türkei, militärisch vom Ausland unabhängiger zu werden, kommentiert das Friedensinstitut.

Legende:
Top 10 der Exporteure schwerer Waffen 2013-2017 Friedensforschungsinstitut Sipri
Legende:
Top 10 der Importeure schwerer Waffen 2013-2017 Friedensforschungsinstitut Sipri
Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

52 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Bruno Hochuli  (Bruno Hochuli)
    Eine unverschämte Doppelmoral, was da einige Länder bieten. Da sollen andere Staaten bei Boykotten mitmachen. Für diese Milliarden könnten Anreize in armen Staaten getätigt werden, was nachher zwangsläufig auch allen Industrien zugute kommen könnte. Beim erfinden von Tötungsmaschinen und produzieren sind die Menschen nicht zu überbieten.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Alexander Stare  (Zurich)
    Dämmlicher könnte man Konfliktzonen nicht managen. In Konfliktzonen Waffen zu exportieren ist in etwa so törricht wie einen Kokainsüchtigen mit Kokain zu beliefern und sich dann wundert warum es ihm immer schlechter geht
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Beni Fuchs  (Beni Fuchs)
    Super, hauptsache, die Wirtschaft floriert, egal wieviel Blut verschmiert wird... Warum feiern wir eigentlich noch Weihnachten? (ah klar, selbe Logik, Konsum und Wachstum...) Hallelujah!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen