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«Putin und der FBI-Chef haben meine Wahl verhindert»
Aus SRF News vom 03.05.2017.
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Clinton erklärt Wahlniederlage «Heute wäre ich Präsidentin, wenn ...»

Die Demokratin macht Putin und FBI-Chef Comey für ihre Wahlniederlage verantwortlich. Trump reagiert mit Sarkasmus.

  • Hilllary Clinton macht FBI-Chef James Comey und Russlands Präsident Wladimir Putin für ihre Niederlage bei den Präsidentschaftswahlen verantwortlich.
  • Putin sei nicht Mitglied ihres «Fan-Clubs».

Die Worte der früheren US-Aussenministerin Hillary Clinton und einstigen Favoritin für die US-Präsidentschaft sind eindeutig: «Ich war auf der Siegerstrasse bis zu dem Zeitpunkt, als die Kombination von Jim Comeys Brief vom 28. Oktober und dem russischen Wikileaks Zweifel bei den Leuten aufkommen liess, die dazu neigten, mich zu wählen, dann aber Angst bekamen», sagte Clinton bei einer Veranstaltung in New York.

«Wenn die Wahl am 27. Oktober stattgefunden hätte, dann wäre ich Ihre Präsidentin», sagte die gescheiterte Kandidatin der Demokratischen Partei. Über den russischen Präsidenten sagte sie, dieser sei nicht Mitglied ihres «Fan-Clubs». «Er hat mit Sicherheit in unsere Wahl eingegriffen, und es war klar, dass er mich beschädigt und meinem Widersacher geholfen hat.»

Es war das erste Mal, dass sich Clinton in dieser Deutlichkeit zum Ausgang der Präsidentenwahl vom 8. November äusserte. Der als Aussenseiter gestartete Immobilienmilliardär Trump hatte die Kandidatin der Demokratischen Partei auf den letzten Metern überholt und die Wahl für sich entschieden.

Keine Hinweise auf strafbare Handlungen

Die US-Geheimdienste sind überzeugt, dass Russland eingegriffen hat, um den demokratischen Prozess in den USA zu unterminieren, Clinton zu beschädigen und Trump zum Sieg zu verhelfen. Das FBI untersucht im Zusammenhang mit russischen Hackerangriffen und Veröffentlichungen der Enthüllungsplattform Wikileaks zu Clintons Wahlkampfteam auch mögliche Absprachen zwischen dem Trump-Team und der russischen Regierung.

FBI-Chef Comey hatte am 28. Oktober, anderthalb Wochen vor der Wahl, eine Wiederaufnahme der Untersuchungen zur sogenannten E-Mail-Affäre Clintons bekannt gegeben. Dabei ging es um die regelwidrige Nutzung privater Server durch die Ex-Aussenministerin; begründet wurde der Schritt mit dem Auftauchen weiterer Mails. Nur zwei Tage vor der Wahl teilte Comey dann jedoch mit, auch in den neu entdeckten Mails seien keine Hinweise auf strafbare Handlungen gefunden worden.

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38 Kommentare

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  • Kommentar von E. Waeden  (E. W.)
    Nun, D. ist ja auch schon in Panik, dass Russland die Kanzlerwahlen manipulieren könnte. Merkel ja einst sagte, dass sie, solange von Russland das Minsk-Abkommen nicht umgesetzt, sie nicht mehr nach Russland reise, lässt ihr plötzliches Umdenken diesbezüglich (ein Schelm, wer sich böses dabei denkt) doch in einem ganz anderen Licht erscheinen, sollte sie wieder als Kanzlerin gewählt werden. Motto:"Lieber Vladi, wenn du schon Wahlen manipuliest, dann bitte zu meinen Gunsten, gell."
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  • Kommentar von elize naude  (elize)
    heute wäre ich präsidentin, wenn es clinton nicht wäre...
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  • Kommentar von heinz stalder  (Paschu)
    Wer hat Jelzin an die macht Gebracht? Richtig das waren die Amerikaner (Clintons). Russland hat sicherlich nicht Trump an die Macht gebracht, aber für Clinten ist das so. Wie ich Dir so Du mir. Wer ist heute der beliebteste Politiker in den USA? Es ist Bernie Sanders. Ich denke er wird 2020 der neue President der USA. Mit dem niedergang der Sowjets hatten die USA ein Problem, das sie mit dem (9/11) erfolgreich gelöst haben. Kampf dem Terror.
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    1. Antwort von Stefan von Känel  (Trottel der feinen Gesellschaft)
      Wenn Sanders mit 79 Jahren nochmals als US Präsident kandidieren sollte, wäre das unter Umständen seiner Gesundheit nicht zuträglich.
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    2. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Jelzin ist vor Clinton an die Macht gekommen, nämlich nach dem gescheiterten Staatsstreich in Moskau. Sanders wäre wohl der geeignetste Präsident geworden, wird aber aus Altersgründen nicht mehr kandidieren. Mit dem Niedergang der Sowjet Union ist die USA erst richtig gross geworden. 9/11 war elf Jahre später.
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    3. Antwort von Jean-Philippe Ducrey  (Jean-Philippe Ducrey)
      @Stalder: Boris Jelzin wurde im Juni 1991 zum Präsident der Russischen Teilrepublik gewählt und war nach der Auflösung der Sowjetunion im Dezember 1991 erster Präsident Russlands. 1991 war George Bush Präsident der USA; Bill Clinton war Gouverneur von Arkansas und kannte Jelzin gar nicht. Während der Russischen Verfassungskrise vom September/Oktober 1993 wurde Jelzin von mehreren Regierungschefs der GUS, Westeuropas und der USA (seit Januar 1993: Bill Clinton) politisch unterstützt.
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