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International Hilfe zur Selbsthilfe auf den Philippinen

Gut drei Wochen ist es her, seit der Taifun «Haiyan» über die Philippinen zog. Die Zahl der Toten ist auf über 5500 angestiegen, mehr als 1700 Menschen werden noch vermisst. Fast vier Millionen Menschen wurden vertrieben. Sie sind auf Hilfe angewiesen – auch aus der Schweiz.

Menschen stehen Schlange hinter der Ladefläche eines Trucks.
Legende: Betroffene warten auf Hilfsgüter – ihre Existenzgrundlage wurde am 8. November weggefegt. Keystone

Vor drei Wochen hat auf den Philippinen der Taifun «Haiyan» gewütet. Die traurige Zwischenbilanz: 5500 bestätigte Tote, über 1700 Vermisste, fast vier Millionen Vertriebene.

Verschiedene Internationale Hilfsorganisationen sind auf dem Inselstaat im Einsatz. Unter ihnen ist auch das Schweizerische Korps für humanitäre Hilfe SKH.

Mitarbeiterin Franziska Heizmann befindet sich in der Stadt Cebu – am Rand der Region, in der die Zerstörung am grössten ist. Dort hat das SKH bisher vor allem Material verteilt, mit dem die Menschen Notunterkünfte bauen können. «Damit betroffene Familien vor dem Regen sicher sind», erklärt Heizmann gegenüber SRF.

Ausserdem hat das SKH – in Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden – Wasserreservoirs in verschiedenen Gemeinden aufgestellt. «So haben die Leute Zugang zu trinkbarem Wasser», erklärt die SKH-Mitarbeiterin. In der Region, in der das Schweizer Hilfswerk tätig ist, konnten inzwischen 18'000 Menschen versorgt werden.

Was kommt nach der Erstversorgung?

Langsam geht die Phase der Nothilfemassnahmen zu Ende. «Hilfswerke müssen sich überlegen, wie weiter?», sagt Heizmann. Das Schweizerische Korps für humanitäre Hilfe werde noch einen Moment auf den Philippinen bleiben und sich darum kümmern, dass die Menschen sich wieder selbst versorgen können.

Denn noch immer bestünden Bedürfnisse in verschiedenen Bereichen, sagt Heizmann: Es gibt Fischer, deren Boote zerstört wurden oder die ihre Boote verloren haben, Bauern, deren Land nicht mehr bewirtschaftbar ist, und Schulen, deren Dächer weggeflogen sind. «Es wird viel Hilfe geliefert, aber es geht halt nicht alles auf einmal.»

4 Kommentare

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  • Kommentar von Walter Meier, Ormoc City, Leyte, Philippines
    Leider gibt es immer noch abgelegene Dörfer, die bis heute noch ohne jede Hilfe dastehen, wie zum beispiel Buho und Dugas im Norden von Leyte woher meine Frau stammt. Hätte ich nicht persönlich und direkt gespendet wären da wohl viele Menschen verhungert. Mit den örtlichen Behörden zu arbeiten bringt leider nicht viel, da die meisten total korrupt sind. Statt Hilfsgüter zu verteilen werden diese teuer verkauft. Unglücklicherweise befand ich mich ausgerechnet zur Zeit des Typhoons in Europa.
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  • Kommentar von Walter Meier, Ormoc City, Leyte, Philippines
    Ich hoffe nur dass Sie sich geirrt haben in der Standort Angabe des SKH. Die Stadt Cebu wurde nur geringfügig vom Sturm gestreift. Wenn aber das SKH im Norden der Insel Cebu tätig ist, dann danke und gratuliere ich ihnen dass sie am richtigen Ort sind. Die Schweizer Botschaft hat eine Adressliste von Schweizern die in den Philippinen leben und sich sehr gut auskennen. Es wäre das naheliegenste solche Leute zur Unterstützung beizuziehen. Ich bin meinersseits auch ein Kenner der Philippinen.
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  • Kommentar von Martina Bluemer, Aarau
    Jetzt kann die Glückskette mit den gespendeten 10 Mio helfen! Oder gibt es wieder Ausreden?
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    1. Antwort von Hans Laban, Luzerner-Hinterland
      Wahrscheinlich gibt es Ausreden wie in Haiti. Ich kann mir vorstellen, dass noch viel Spendengelder gebunkert sind, zur Freude der Glückskette selbst. Darum spende ich keinen Rappen an die Glückskette.
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