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Flüchtlingsstrom aus Libyen Hilfsorganisationen setzen Rettungseinsätze im Mittelmeer aus

Legende: Video Immer mehr NGOs stellen Rettungsaktionen ein abspielen. Laufzeit 1:54 Minuten.
Aus Tagesschau vom 13.08.2017.
  • Die Stimmung gegen die privaten Seenotretter im Mittelmeer hat sich in den vergangenen Monaten zunehmend verschlechtert.
  • Nun setzen mehrere Hilfsorganisationen angesichts des von Italien und Libyen ausgeübten Drucks ihre Seenotrettung im Mittelmeer aus.
  • Auch in der Schweiz überlegen sich Helfer, ihr Engagement auszusetzen.

Wegen Sicherheitsrisiken im Mittelmeer vor Libyen unterbrechen drei Nichtregierungsorganisationen (NGO) ihre Missionen zur Rettung von Flüchtlingen. Nach der Ankündigung von Ärzte ohne Grenzen (MSF) am Samstag zogen die deutsche Organisation Sea Eye und später auch Save the Children am Sonntag nach.

«Grund dafür ist die veränderte Sicherheitslage im westlichen Mittelmeer», teilte die Regensburger Gruppe Sea Eye mit. Für NGOs werde das Klima auf dem Mittelmeer immer feindseliger. «Das wird eine riesige Lücke in die Such- und Rettungskapazitäten reissen und Menschenleben fordern», twitterte Ärzte ohne Grenzen.

Missionsabbruch

Auch der Schweizer Fabio Zgraggen erwägt einen Abbruch seiner Erkundungsflüge. Seit fast einem Jahr spürt der Ostschweizer Pilot Flüchtlingsboote in Seenot auf – in Zusammenarbeit auch mit der italienischen Küstenwache. Für seine private Hilfsorganisation steht fest: Mit den libyschen Behörden möchte man unter den neuen Bedingungen nicht zusammenarbeiten.

Zankapfel ist die Entscheidung der Libyer: Die libysche Marine hatte am Donnerstag erklärt, ausländische Schiffe dürften die Küste des Landes ohne eine besondere Erlaubnis der libyschen Behörden nicht mehr ansteuern. Libyen droht privaten Hilfsorganisationen gar mit Gewalt, falls die sich den neuen Anordnungen widersetzen.

«Eine Fortsetzung unserer Rettungsarbeiten ist unter diesen Umständen aktuell nicht möglich. Wir können dies auch gegenüber unseren Crews nicht mehr verantworten», sagte Sea-Eye-Gründer Michael Buschheuer.

Auch Zgraggen sieht das so: «Da geht sich eine gewisse Gefahr von diesen Küstenwachschiffen aus, diese haben auch Flugabwehrgeschütze. Diese Gefahr ist sehr unberechenbar», sagt Zgraggen.

Umstrittener Kodex

Italien will erreichen, dass alle Flüchtlingshelfer einen neuen Kodex unterschreiben. Dieser sieht unter anderem bewaffnete Polizisten an Bord vor. Mehrere der im Mittelmeer tätigen Organisationen sperren sich dagegen und verweisen auf das international geltende Seerecht.

105 Kommentare

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  • Kommentar von Markus Glauser (mgl)
    Es wird höchste Zeit, dass man dieser Migrations-Invasion ein Ende setzt.
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  • Kommentar von Thomas Bach (TBach)
    Weches leid haben diese Schlepperbande schon über die Menschen gebracht. Dies nur aus Geldgier lassen sie Flüchtlinge in überfüllte Bote. dass die Schiffe von NGOs bereits in Funkkontakt mit den Schleppern standen und bisweilen auch die Ortungsgeräte abschalten ist eine Tatsache liebe Frau Pfister auch wenn Sie zu dem üble Nachrede sagen. Mir fehlt sowieso der Einsatz gegen diese Schlepperbanden. Das sind die wahren Kriminellen welche die Flüchtlinge erst in die Lebensgefahr bringen.
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  • Kommentar von Beppie Hermann (Eine rechte Grüne)
    "Flüchtlingsstrom" Es sind Migranten! Leute, die von besserem Leben träumen, sich aber im Vorfeld, trotz Handy, gar nicht mit ihrem Ziel auseinandersetzten. Es sollte in all diesen Ländern deutlich kommuniziert werden, dass der Wunsch nach besserem Leben kein Asylgrund ist, es hier für Menschen, die uns idR ausser ihrer arch.Kultur kaum anderes mitbringen, weder Ausbildung noch Sprachkenntnisse usf, keine Perspektive geben kann. Zu gross auf Dauer die Belastung für Gesellschaft+Steuerzahler.
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    1. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      Es sind vorallem Menschen. Die man bewusst und extra ertrinken lässt.
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    2. Antwort von P. Schmid (Balance)
      "Es sind vorallem Menschen. Die man bewusst und extra ertrinken lässt. " Das ist 100 Prozent richtig. Und es sind die Schlepper, liebe Frau Pfister, welche diese armen Menschen bewusst und extra ertrinken lassen, nur um sich zu bereichern. Und darum muss man die Schlepperbanden aufzeigen, dass dies kein Geschäft mehr ist und sie den Menschen nicht mehr aufs Schiff locken können mit dem Versprechen "Ihr kentert zwar, aber ihr werdet gerettet und erhält dann Asyl"
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