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International Hinweise auf erneuten Giftgaseinsatz in Syrien

Die USA haben nach eigenen Angaben Hinweise darauf, dass im Bürgerkrieg in Syrien erneut Chemiewaffen eingesetzt wurden. Washington prüft derzeit entsprechende Vorwürfe.

Die USA werfen dem Regime in Syrien erneut den Einsatz giftiger Chemikalien im Bürgerkrieg vor. Es handle sich vermutlich um Chlorgas, das diesen Monat gegen das von der Opposition kontrollierte Dorf Kafr Zita eingesetzt worden sei, sagte eine Sprecherin im Washingtoner Aussenministerium am Montag.

Es müsse aber noch geprüft werden, um welchen Stoff es sich genau handle, sagte die Sprecherin weiter. Aber es sei offenbar eine Chemikalie, die nicht an der Spitze der Liste der OPCW-Kontrolleure stehe.

Offenbar fast alle Chemiewaffen vernichtet

Die Organisation für ein Verbot der Chemiewaffen (OPCW) hatte erst jüngst bekanntgegeben, dass etwa 80 Prozent der syrischen Chemiewaffen abtransportiert oder vernichtet worden seien. Möglicherweise könne die Operation in den kommenden Tagen abgeschlossen werden.

Syrien hatte im vergangenen Jahr unter internationalem Druck der Zerstörung seines Chemiewaffenarsenals zugestimmt. Die USA hatten mit einem Militärschlag gedroht, nachdem bei einem Giftgasangriff in Damaskus Hunderte Menschen getötet worden waren.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
    Die Amerikaner und übrigen "Freunde Syriens" wie Qatar, Saudi Arabien, Frankreich, GB etc. sehen sich der Tatsache gegenüber, dass die Truppen Assads und der Hisbollah langsam aber sicher die Oberhand über die Rebellen-Gruppen behalten. Es ist für mich doch sehr fragwürdig, dass eben jetzt wieder diese Anklagen aufgetischt werden, wo die Aufständischen praktisch alle die von ihnen kontrollierten Territorien und Orte in Zentralsyrien verloren haben.
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  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    Man weiss nicht mehr, wer in Syrien für was gegen Assad kämpft. Die Radikalisierung ist derart fortgeschritten wie die Metamorphose Syriens zu einem Schlachthof ohne Verstand.Die Armee wie auch die Rebellen haben sich einem Blutrausch hingegeben.Daher interessiert sich die Öffentlichkeit nicht mehr für die Zukunft Syriens, die jede Sekunde von allen Kriegsparteien verraten wird.Syrien begeht Selbstmord und die Syrer werden so lange durch die Hölle gehen müssen,bis sie des Krieges müde werden.
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    1. Antwort von Philipp Ryser, Schwyz
      Die Syrer sind doch schon längst Kriegsmüde! Es bekriegen sich nur noch Gruppierungen die um Einfluss und Macht buhlen, welche längs nicht (nur) noch Syrer sind.
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  • Kommentar von Eddy Dreier, Burgdorf
    Das riechen die Amis wohl auf ihrem Kontinent - oder dann wurde schlapp vergessen zu sagen, dass die Amis in Syrien gross mitmischen...
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    1. Antwort von Thomas Koblet, Rickenbach
      So so! Wie gross mischen den die Amis in Syrien mit?
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