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International Hitzige Debatte um historischen Schritt in Schottland

Sechs Wochen vor dem geplanten Referendum haben sich Gegner und Befürworter der Unabhängigkeit Schottlands ein TV-Duell geliefert. Die Fronten blieben dabei verhärtet.

Legende: Video TV-Duell über schottische Unabhängigkeit abspielen. Laufzeit 3:13 Minuten.
Aus Tagesschau vom 06.08.2014.

Anderthalb Monate vor der Abstimmung über die Unabhängigkeit Schottlands sind der schottische Regierungschef Alex Salmond und Grossbritanniens früherer Finanzminister Alistair Darling bei einem TV-Duell aufeinandergetroffen.

Salmond erklärte, Schottland könne wirtschaftlich und politisch auf eigenen Füssen stehen und wolle nicht länger von London aus regiert werden. Der Labour-Politiker Darling, der im Auftrag der Regierung in London die Unabhängigkeitsgegner anführt, machte vor allem auf die Risiken eines schottischen Alleinganges aufmerksam.

Premier Cameron lehnte Teilnahme an TV-Duell ab

Vor der TV-Debatte hatten die drei grossen Parteien im Parlament eine Erklärung abgegeben, dass Schottland im Falle eines Scheiterns des Referendums mehr Freiheiten als bisher zugesichert werden sollen. Die Schottische Nationalpartei von Salmond wies dies als Finte zurück. Salmond hatte im Vorfeld wiederholt ein TV-Duell gegen Premierminister David Cameron gefordert. Dieser lehnte jedoch ab.

Laut jüngsten Umfragen wollen 40 Prozent der Schotten für und 54 Prozent gegen die Unabhängigkeit stimmen. Zuletzt war ein knapperer Ausgang vorausgesagt worden.

5 Kommentare

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  • Kommentar von Markus Guggisberg, Busswil
    JA zur Freiheit und direkten Demokratie Schottlands. Das Erdöl wird Schottland diesen Schritt ermöglichen. Problemlos kann Schottland ebenfalls das schottische Pfund einführen, das wieder mit Gold abgesichert ist. Das eigenverantwortliche Schottland braucht die englischen Vögte und EU Aufpasser nicht mehr. Gleichzeitig kann der Austritt aus der EU erfolgen !!!
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    1. Antwort von Sascha Stalder, Oberdiessbach
      Schottland möchte unabhängig von Grossbritannien sein, aber Mitglied der EU. Paradoxerweise ist die EU Mitgliedschaft sogar ein Argument gegen die Unabhängigkeit von Grossbritannien. Steht im anderen SRF Artikel über dieses Thema.
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    2. Antwort von Markus Guggisberg, Busswil
      @Sascha Stalder: ... ich weiss. Die Befreiung von Schottland wird vermutlich in mehreren Stufen erfolgen !!!
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    3. Antwort von Marcel Chauvet, Neustadt
      @Guggisberg: JA zur direkten Rosinenpicker-Demokratie, was anderes hätte ich von Ihnen auch nicht erwartet. Und Sie kriegen wohl auch keine grauen Haare, dass im Falle der Separation Schottlands die Gefahr nicht von der Hand zu weisen ist, dass wir in Europa mit (Rest)England eine neue Problemzone bekommen? Und wenn das Erdöl in 10 oder 20 Jahren versiegt ist, dann wollen die 5 Millionen, nunmehr bettelarmen Schotten wohl schnell unter den EU-Rettungsschirm kriechen und ins Königreich zurück ?
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    4. Antwort von Markus Guggisberg, Busswil
      @Marcel Chauvet: ... seien wir doch ehrlich. Alle picken Rosinen (oder andere Früchtchen), weil sie eben gut und gesund sind. Ist doch nichts Verkehrtes daran. Das macht die EU übrigens ebenso, manchmal sogar jenseits der Grenzen (der Legalität). Wichtig, dass man da auch mal nein sagen kann !!!
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