Hochverrats-Prozess gegen Musharraf

Pervez Musharraf wird wegen Hochverrats der Prozess gemacht. Pakistans Ex-Militärmachthaber droht die Todesstrafe.

Pakistans früherer Militärmachthaber Pervez Musharraf muss sich wegen Hochverrats vor Gericht verantworten. Premierminister Nawaz Sharif sagte in Islamabad, seine Regierung erfülle mit dem Prozess ihre «verfassungsrechtlichen Verpflichtungen».

Musharraf tupft sich vor blauem Hintergrund den Schweiss von der Stirn. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Musharraf – hier auf einem Archivbild – hat in den Augen von Pakistand Regierung Hochverrat begangen. Reuters

Dem Ex-Präsidenten wird vorgeworfen, mit der Verhängung des Ausnahmezustands 2007 die Verfassung ausser Kraft gesetzt zu haben. Nach Artikel 6 der Verfassung kommt das einem Hochverrat gleich, der mit dem Tod bestraft werden kann. Musharraf steht in Islamabad unter Hausarrest.

Musharraf hatte 1999 als Armeechef gegen den bereits damals regierenden Premier Sharif geputscht und blieb bis 2008 an der Macht. Im März dieses Jahres war Musharraf aus seinem selbsterwählten Exil aus Dubai nach Pakistan zurückgekehrt.

Gegen ihn sind mehrere Verfahren anhängig, unter anderem im Zusammenhang mit der Ermordung der Ex-Premierministerin Benazir Bhutto Ende 2007. In Pakistan kann die Zentralregierung Hochverratsprozesse auf den Weg bringen.