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Über 1000 Tote
Aus SRF News vom 31.08.2017.
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Heftige Monsunzeit Hochwasserkatastrophe sucht Südasien heim

  • Die diesjährige Monsunzeit hat in Südasien bereits 1500 Opfer gefordert.
  • Der Grossteil der Menschen starb in Indien. Auch die Metropole Mumbai ist stark von den Hochwassern betroffen.
  • Auch in Pakistan sollen mehr als ein Dutzend Menschen umgekommen sein. Weitere Todesopfer werden befürchtet.
  • In Nepal und Bangladesch steigt die Angst vor gefährlichen Krankheiten.

Südasien wird derzeit von einer Hochwasserkatastrophe heimgesucht. Bei Überschwemmungen in der diesjährigen Monsunzeit sind bereits mehr als 1500 Menschen ums Leben gekommen.

Allein in Indien starben seit Juni mehr als 1300 Menschen, wie aus Zahlen der örtlichen Behörden hervorgeht. Am stärksten betroffen ist der nordöstliche Bundesstaat Bihar. Dort kamen bislang 514 Menschen ums Leben. Auch der Westen des Landes wird von den Unwettern heimgesucht: Die Metropole Mumbai war zeitweise praktisch lahmgelegt.

Beim Einsturz eines 117 Jahr alten Wohnhauses in der Grossstadt kamen mindestens 34 Menschen ums Leben. Die Suche nach weiteren Verschütteten geht weiter. Wie viele Menschen noch unter den Trümmern liegen ist unklar. Laut Rettungskräften gibt es aber kaum mehr Hoffnung auf Überlebende. Ob das Wetter bei dem Einsturz eine Rolle spielte, ist ebenfalls ungewiss.

Eingestürztes Wohnhaus in Mumbai.
Legende: Feuerwehrmänner suchen in den Trümmern nach Überlebenden. Reuters

Stromschläge töten Menschen in Pakistan

Auch in der pakistanischen Hafenstadt Karachi hat der heftige Monsunregen Überschwemmungen ausgelöst. Dabei sollen nach Angaben der Behörden und Rettungskräfte mindestens ein Dutzend Menschen ums Leben gekommen sein. Die meisten davon seien von Stromschlägen getötet worden. Es wird befürchtet, dass die Zahl der Todesopfer steigt.

Die Strassen in der Millionenstadt standen unter Wasser. Der Bahn- und Flugverkehr war unterbrochen. Die Schulen blieben geschlossen. Meteorologen warnten vor weiteren Regenfällen in Südpakistan.

Ausbruch von Krankheiten befürchtet

Auch Nepal und Bangladesch sind stark von den Überschwemmungen betroffen. Nach Angaben des Roten Kreuzes starben in den beiden Ländern jeweils mehr als 140 Menschen. Viele Opfer waren insbesondere in der zweiten August-Woche zu verzeichnen, als es tagelang heftig regnete. Je ein Drittel der Fläche Nepals und Bangladeschs stand zwischenzeitlich unter Wasser.

Mittlerweile sind in beiden Ländern die Pegelstände wieder gesunken. Damit steigt allerdings die Sorge vor dem Ausbruch gefährlicher Krankheiten, wie die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften warnt. Rund 41 Millionen Menschen in den drei Ländern seien von Überschwemmungen betroffen, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Hunderte Dorfbewohner seien von der Aussenwelt abgeschnitten und hätten nichts zu essen.

Die südasiatische Monsunzeit von Juni bis September fordert jedes Jahr sehr viele Opfer. Die meisten ertrinken, werden von Erdrutschen begraben oder sterben durch Stromschläge.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Szabo  (C. Szabo)
    In 1. Linie geht es um (potentielle) ökonomische Schäden. Die sind in der USA besonders gross und haben auch auf unsere Wirtschaft Auswirkungen. Des weiteren um kulturelle Verwandtschaft. Einfache Menschen als Opfer kommen weit dahinter, ausser man kann Reportagen über sie medial gut nutzen oder deutlicher gesagt ausschlachten. In den betroffenen Gebieten haben die Schutzlosen und Unterprivilegierten eine minimale Lobby. Elend und der Tod sind dort alltäglich, auch bei normaler Witterung.
  • Kommentar von Michael Steffen  (Manila)
    Das ist das Resultat der Überbevölkerung = Zuviel CO 2 Ausstoß Die Erde mag das nicht tragen daher muss die Erde die Bevölkerung wieder so nehmen Hart aber wahr
    1. Antwort von Hans Haller  (panasawan)
      Es gibt die Klimaerwaermung tatsächlich. Zu glauben mit dem CO2 da etwas steuern zu können ist meiner Meinung nach laecherlich und dumm. Das da mit dem CO2 ist nur ein Ablasshandel um Kasse machen zu koennen.
  • Kommentar von Karl Kirchhoff  (Charly)
    Im Vergleich zu diesen Katastrophen ist Hurrikan Harvey ein kräftiges Gewitter.
    1. Antwort von Martin Meier  (M.Meier)
      und dennoch berichtet SRF seit Tagen nur von Harvey, Tagesschau, 10vor10, online. Wäre doch mal angebracht den anderen Teilen der Erde gleichviel Aufmerksamkeit zu schenken.
    2. Antwort von Karl Kirchhoff  (Charly)
      Die Armen dieser Welt, haben noch nie gleichwertig interessiert.:((
    3. Antwort von Jürg Parteilos  (Herr)
      Ausser, dass "dieses kräftige Gewitter" seit Wochen andauert und schon mind. 1'500 Menschenleben gefordert hat.
    4. Antwort von Karl Kirchhoff  (Charly)
      Bei den menschlichen Verlusten gibt es eine ungleiche Verteilung auf der Welt. In armen Regionen sterben bei Naturkatastrophen wie Überflutungen mehr Menschen als in Industriestaaten. Beispiel Birma 2008. Der verheerende Zyklon Nargis. Mehr als 84 000 Menschen starben, 53 000 sind bis heute vermisst. (UNISDR)
    5. Antwort von Charles Grossrieder  (View)
      Tatsächlich leider so, die Medien interessieren sich mehr was DT aus der Situation in Texas macht, als was in der Welt der Aermsten vor sich geht. Wahrscheinlich kein AFP oder sonst Presseagenturen vor Ort, zählt auch nicht zur Welt koennte man meinen und Aktien werden auch nicht gross schwanken. So wen kuemmerts, ein Artikel tut's wohl auch wenn diese Katastrophe ein zigfaches größer ist als die in den Sued Staaten der USA. Hat aber mit Humanitärem oder Rassendenken nichts zu tun...??
    6. Antwort von Christa Wüstner  (Saleve2)
      Ich habe auch schon geschrieben, nicht mal in der Tagesschau wird es erwähnt. Wurde nicht aufgeschaltet. Und diese Menschen haben nicht die Hilfe wie in den uSA!