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Kazuo Ishiguro erhält Literaturnobelpreis
Aus Tagesschau vom 05.10.2017.
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Höchste Ehren Literaturnobelpreis für britischen Schriftsteller Kazuo Ishiguro

  • Der Nobelpreis für Literatur geht an den britischen Schriftsteller Kazuo Ishiguro.
  • Ishiguro habe in seinen Romanen «mit grosser emotionaler Kraft den Abgrund unserer vermeintlichen Verbundenheit mit der Welt blossgelegt», begründete die Nobelpreisjury in Stockholm ihren Entscheid.

Ishiguro hat insgesamt acht Romane veröffentlicht. «Was vom Tage übrig blieb», der mit dem Booker Price ausgezeichnet wurde, und «Alles, was wir geben mussten» gehören zu seinen bekanntesten Werken. Beide Bücher wurden verfilmt.

Sara Danius, Chefin der Nobelpreisjury, beschrieb Ishiguro als brillanten Romanautor. Er sei «eine Kreuzung aus Jane Austen und Franz Kafka», ein sehr authentischer Schriftsteller, der seine eigene Ästhetik entwickelt habe.

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«Der begrabene Riese » von Kazuo Ishiguro
Aus Literaturclub vom 15.09.2015.
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Der am 8. November 1954 in Nagasaki geborene Schriftsteller zog 1960 mit seiner Familie nach Grossbritannien. Er wuchs in Guildford südlich von London auf.

Idealer Brückenbauer

Der deutsche Literaturkritiker Denis Scheck äusserte sich «begeistert» über die Vergabe. «Die schwedische Akademie hat mit dieser Entscheidung ihr Brett vor dem Kopf in ein Fenster zur Welt verwandelt», sagte Scheck der Deutschen Presse-Agentur.

«Ishiguro ist ein idealer Brückenbauer nicht nur zwischen Japan und Grossbritannien, sondern auch zwischen der fantastischen Literatur und Science Fiction hin zum bürgerlichen Roman.»

Eine Million Franken Preisgeld

Der Preis ist mit neun Millionen schwedischen Kronen (rund 1 Million Franken) dotiert und wird traditionell am 10. Dezember, dem Todestag seines Stifters Alfred Nobel, in Stockholm verliehen.

Die Jury aus Schriftstellern, Historikern, Literatur- und Sprachwissenschaftlern wählt den Preisträger aus fünf Kandidaten auf einer Shortlist aus.

Die Bekanntgabe in Stockholm

Literaturnobelpreisträger seit 2007

2017
Kazuo Ishiguro (Grossbritannien - in Japan geboren)
2016Bob Dylan (USA)
2015
Swetlana Alexijewitsch (Weissrussland)
2014
Patrick Modiano (Frankreich)
2013Alice Munro (Kanada)
2012Mo Yan (China)
2011Tomas Tranströmer (Schweden)
2010Mario Vargas Llosa (Peru)
2009Herta Müller (Deutschland)
2008Jean-Marie Gustave Le Clézio (Frankreich)
2007Doris Lessing (Grossbritannien)

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3 Kommentare

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  • Kommentar von James Klausner  (Harder11)
    Schön, dass es bei diesem Preis wieder um Literatur geht. (John Dylan spricht zu Klaviergeklimper Zusammenhangloses über was weiss ich und Literaturkonfetti...)
  • Kommentar von Christa Wüstner  (Saleve2)
    Ganz grossartiger Entscheid. Er versteht wie kaum ein anderer , den Leser mitdenken zu lassen, sich eine Meinung zu bilden und ihn dann vor eine überraschende andere Tatsache zu stellen. Die man aber akzeptiert, weil man es so nicht gesehen hat.
    1. Antwort von Christa Wüstner  (Saleve2)
      Interessant das Buch dazu : alles was wir geben mussten.