Zum Inhalt springen

International Human Rights Watch wirft IS schwere Verbrechen vor

Im Irak soll die Terrorgruppe Islamischer Staat bei Massenexekutionen hunderte Soldaten der irakischen Armee getötet haben.

Eine Frau steht in der Ecke eines leeren Raumes.
Legende: Eine Irakerin steht in einem Schutzraum für Vertriebene. Extremisten der IS richteten ihren Mann hin. Keystone

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat bei mehreren Massenexekutionen im Irak bis zu 770 Soldaten der Armee getötet. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) berichtete am Mittwoch, die Opfer seien im Juni umgebracht worden, nachdem die Extremisten die Stadt Tikrit eingenommen hätten. Insgesamt seien dort fünf verschiedene Stellen identifiziert worden, an denen der Islamische Staat Massentötungen begangen habe.

Human Rights Watch stützt sich dabei auf Zeugenaussagen sowie die Auswertung von Bildern und Videos. Die Zahl der Toten bei den Exekutionen liege zwischen 560 und 770, sagten die Menschenrechtler. Ein Überlebender berichtete demnach, die Extremisten hätten ihren Opfern Hände und Augen verbunden und sie erschossen.

Human Rights Watch hatte bereits Ende Juni von Massenexekutionen mit bis zu 190 Toten in Tikrit berichtet. Die nun viel höheren Opferzahlen hätten sich ergeben, nachdem weiteres Material ausgewertet worden sei, erklärten die Menschenrechtler. IS-Kämpfer hatten Tikrit am 11. Juni eingenommen. Die Extremisten vermeldeten laut HRW einen Tag später über Twitter, sie hätten 1700 «schiitische Angehörige der Armee» getötet. Sie verbreiteten zudem Videos und Fotos.

2 Kommentare

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von B. Muller, Zurich
    Human Rights Watch - eine Organisation von Zuschauern - und wer handelt? Eigentlich bleibt ja nur die USA welche handlungsfähig ist, aber alle kritisieren. UNO - NATO - EU sind ja auch nur Papiertiger.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von A.Käser, Zürich
      Das Elend gehört zur Welt.Es macht sie erst richtig interessant.Und es braucht auch keine Moral-Polizisten welche es angeblich bekämpfen oder agusrotten müssen.Wir lieben nämlich Lug und Trug,Hass und Ungerechtigkeit,Leid und Gram,Angst und Wut von ganzem Herzen.Wir hätten sonst nichts,worüber wir uns freuen könnten.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen