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International Hunderte IS-Geiseln in Syrien angeblich wieder frei

Nach wochenlangen Kämpfen hat sich die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) aus Manbisch im Norden Syriens zurückgezogen. Laut Rebellengruppen haben IS-Kämpfer bei ihrem Rückzug rund 2000 Geiseln genommen. Hunderte sind aber bereits wieder in Freiheit.

Kurdische Kämpferinnen umarmen sich.
Legende: Kurdische Kämpferinnen der Demokratischen Kräfte Syriens (DFS) umarmen sich nach der Rückeroberung der Stadt Manbidsch. Reuters

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) soll bei ihrem Rückzug aus Manbidsch im Norden Syriens 2000 Zivilisten entführt haben. Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte (SOHR) sind mittlerweile aber wieder Hunderte Geiseln freigelassen worden.

IS-Kämpfer hätten die Zivilisten bei ihrem Rückzug aus dem Stadtviertel Al-Sireb verschleppt, berichteten die Demokratischen Kräfte Syriens (DFS): «Sie haben die Zivilisten als menschliche Schutzschilde benutzt, die uns daran gehindert haben, sie ins Visier zu nehmen.» Die DFS bestehen aus einem Bündnis von arabischen und kurdischen Kämpfern.

Geiseln in 500 Autos weggebracht

Die IS-Kämpfer hätten die Geiseln in Richtung Dscharablus entführt, einer vom IS kontrollierten Stadt rund 40 Kilometer nördlich von Manbidsch direkt an der türkischen Grenze.

Legende: Video Syrische Stadt Manbidsch befreit abspielen. Laufzeit 02:05 Minuten.
Aus Tagesschau vom 13.08.2016.

Die SOHR bestätigte die Entführung von Zivilisten durch den IS. Diese hätten die Geiseln in 500 Autos Richtung Dscharablus gefahren. Die Informationen sind aber nicht überprüfbar.

Vertreibung nach Schlacht

Zuvor war mehr als 2500 Zivilisten die Flucht aus dem letzten vom IS kontrollierten Viertel gelungen. Es habe sich vor allem um Frauen und Kinder gehandelt, hiess es aus Kreisen der DFS.

Mehr als zwei Monate hatten die von Kurden geführten und von den USA unterstützten DFS versucht, Manbidsch einzunehmen. Die Stadt nördlich von Aleppo war 2014 vom IS eingenommen worden und galt als wichtiger Knotenpunkt für die Versorgungsroute in die sogenannte IS-Hauptstadt Rakka.

Das Stadtgebiet werde nun nach Minen durchsucht, teilte die pro-kurdische Nachrichtenagentur Firat mit.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Cherubina Müller (Fabrikarbeiterin)
    Ein Erfolg der vielen Zivilisten das Leben gekostet hat; wie eben jede von Islamisten gehaltene Stadt bei der Befreiung viele Opfer fordert. Ganz anders als bei der SAA legt sich dann ein Mantel des Schweigens unserer Medien über die verursachten zivilen Opfer. Die umstrittene SOHR, welche SRF gerne als Quelle nutzt, hatte von über 50 toten Zivilisten alleine bei einem US - Luftangriff in Manbisch berichtet, interessanterweise hat SRF "vergessen" darüber näheres zu berichten.
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  • Kommentar von Alex Bauert (A. Bauert)
    Ein herzliches Dankeschön an die kurdischen KämpferInnen der Demokratischen Kräfte Syriens (DFS) für ihren lebensgefährlichen Einsatz zur Vertreibung der IS-Truppen. Mit Hochachtung!
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