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Facebook knallhart Hunderte russische Troll-Accounts gesperrt

Das Facebook-Logo durch eine Lupe betrachtet.
Legende: Laut Facebook wurden politische Anzeigen für rund 100'000 Dollar gekauft. Keystone
  • Facebook hat mitgeteilt, dass fast 500 «nicht authentische» Accounts gefunden wurden, die vermutlich von Russland aus betrieben wurden.
  • Während des US-Wahlkampfes seien über diese Accounts etwa 100'000 Dollar für Werbung bezahlt worden.
  • Durch die Zahlungen seien polarisierende Standpunkte Bereichen wie Einwanderung, Rasse und die Rechte von Homosexuellen thematisiert worden.

Der Facebook-Konzern erklärte in einem Blog, es seien rund 470 Accounts identifiziert worden, die zwischen Juni 2015 und Mai 2017 etwa 3000 Anzeigen geschaltet hätten.

Die Anzeigen im Wert von 100'000 Dollar hätten nicht einen einzelnen Kandidaten unterstützt. Durch die Zahlungen seien polarisierende Beiträge über Waffengesetze, Rasse und die Rechte von Homosexuellen verstärkt verbreitet worden. Die verbreiteten Inhalte bezeichnet Facebook jedoch als «politisch spaltend». Rund ein Viertel der Anzeigen war gezielt in bestimmten Regionen platziert worden.

Gemäss Facebook wurde man auf die Konten im Zuge einer Untersuchung in Zusammenarbeit mit US-Behörden aufmerksam. Sie wurden gesperrt.

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25 Kommentare

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  • Kommentar von Schölu Schöpfer (Schoelu)
    Was hat man da gelesen, wen Facebook im Wahlkampf öffentlich und aktiv unterstützt hat? Wer also nicht die politische Meinung von Facebook unterstützt wird gesperrt. Ist ja auch mal spannend zu wissen. Wobei, welcher der Politiker wurde eigentlich von den 500 Konten schon wieder unterstützt? Noch eine Frage, wo fangen eigentlich Fake-News an?
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  • Kommentar von Sebastian Mallmann (mallmann)
    @D. G. Natürlich wird Moskau erwähnt, siehe Kurztext unter der Headline: "Über Moskaus Einfluss auf den US-Wahlkampf wurde viel spekuliert. Jetzt liegen die Karten auf dem Tisch." Wer das liest, dem wird suggeriert, dass jetzt geklärt ist, ob Moskau in die US-Wahlen eingegriffen hat. In Verbindung mit "russische Troll-Accounts" aus der Headline schlussfolgert ein eher unkritischer Leser: Ja, Moskau hat wohl eingegriffen. Die Schlagzeile ist also (gezielt?) irreführend und deshalb zu kritisieren.
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  • Kommentar von Jacqueline Zwahlen (Jacqueline Zwahlen)
    Wow! Krass, dass 100'000 Werbe-$ so einen Impact verursachen können in den USA. Das hätte ich jetzt nicht für möglich gehalten. :)
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