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Damm I.
Legende: Inga Damm I ist bereits gebaut. Geplant sind drei Dämme. Reuters
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International Im Kongo wird das weltgrösste Wasserkraftwerk gebaut

Die Demokratische Republik Kongo will zusammen mit Südafrika das grösste Wasserkraftwerk der Welt bauen. Die Anlage soll den halben Kontinent mit Strom versorgen.

Der Grundstein für den Mega-Staudamm in Inga im Westen des Landes soll 2015 gelegt werden. Dazu soll die Stufe der Inga-Fälle genutzt werden, dem wasserreichsten Wasserfall der Welt. Der Fluss Kongo würde mit seinen Nebenläufen um bis zu 155 Meter «angehoben» werden. Dazu sind die Dämme von «Grand Inga» geplant.

40'000 Megawatt (MW) Strom soll das Kraftwerk liefern. Nach Abschluss des ersten Bauabschnitts soll die Leistung bei 4800 MW liegen. Das Kraftwerk könnte nach Bauende die Hälfte des afrikanischen Kontinents mit Energie versorgen.

Doppelt so viel Energie wie Drei-Schluchten-Damm

Kongo und Südafrika haben eine Zusammenarbeit im Energiesektor vereinbart. Die Vorüberlegungen für das Inga-Projekt reichen bis in die 1970er Jahre zurück.

Damm in China.
Legende: Der Drei-Schluchten-Damm in China wirkt im Vergleich zum Projekt im Kongo wie ein sehr kleiner Bruder. Keystone

Um die Ausführung des Projektes bewerben sich Interessenten aus China, Spanien, Korea und Kanada. Insgesamt wird der Bau Schätzungen zufolge rund 80 Milliarden US-Dollar kosten. Kongo ist rund zwei Drittel so gross wie West-Europa, mit einer Bevölkerungszahl von 70 Millionen.
 
Das bisher grösste Wasserkraftwerk der Erde ist das Drei-Schluchten-Kraftwerk am Jangtsekian in China. Es hat eine Nennleistung von 18'200 MW und wurde 2008 fertiggestellt.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Arnold Ganz , Möhlin
    Dass es in Afrika ein Gebiet gibt, welches in absehbarer Zeit einen Leistungsbedarf von 40'000 MW¨!!! ( entspricht etwa der Leistung von 40 x AKW Gösgen) ausweist, ist unglaubhaft. Allein die effiziente Verteilung solcher Leistungen stellt auch bei uns in Europa, mit dezentralisierter Strompeoduktion, noch eine ungelöste Herausforderung technischer, aber auch politischer Art dar. Man darf gespannt sein, was allenfalls eine seriöse, ökonomische Abklärung für das vorgesehene Projekt ergibt. .
  • Kommentar von andré piquerez , ebikon
    mit einem Kraftwerk den halben kontinent mit Strom versorgen?? ... - kann das kaum glauben...wie soll das möglich sein? für mich klingt das ziemlich grössenwahnsinnig! ist sicher eine schlimme Sache für die schöne Natur da, übel...
  • Kommentar von Mirjam Costa , Poschiavo
    Na toll, und die ganze Natur, die zerstört wird??
    1. Antwort von Tom Jericho , Bern
      Was ist mit der Natur, die im Kongo für unsere Elektronikteile zerstört wurde? Endlich ein Hoffnungsschimmer für Entwicklung im Kongo! Für mich kommen die Menschen dort vor der Natur.