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International In 15 Jahren muss das Klimaproblem gelöst sein

Zugegeben, das wissen wir eigentlich schon: Auf der Welt wird es immer wärmer, das Klima spielt verrückt, die Meeresspiegel steigen – und Schuld daran sind die Menschen. Nun aber werden die Warnungen von UNO-Klimaexperten immer eindringlicher.

Eine Fabrik mit Rauch vor der untegehenden Sonne.
Legende: UNO-Klimaexperten warnen: Man müsse nun endlich etwas gegen die Treibhausgase machen. Keystone

Aus der Sicht von UNO-Klimaexperten spitzt sich die Lage zu. In einem Entwurf zum nächsten Teil des Klimaberichts steht: Wenn die Menschen in den nächsten 15 Jahren nichts tun, bekommen sie das Klimaproblem mit den heutigen Technologien praktisch nicht mehr in den Griff.

«Das wird schwierig», betont auch Thomas Häusler von der SRF-Wissenschaftsredaktion. «Die Länder tun zwar manches, um weniger Treibhausgase zu produzieren.» Aber die Anstrengungen werden vom Wachstum vieler Staaten deutlich übertroffen. Die Welt hat in den letzten dreissig Jahren Jahr für Jahr mehr Treibhausgase ausgestossen. Und gleichzeitig hat sich die jährliche Wachstumsrate in diesem Zeitraum fast verdoppelt.

Wirtschaft und Alltag umkrempeln

Das alles ist den Politikern bekannt, trotzdem fällt es schwer, etwas zu ändern. Warum? «Der Grund ist gleichzeitig einfach und vertrackt», sagt Häusler. Damit die Welt genügend Treibhausgase reduzieren könnte, müssten viele Bereiche der Wirtschaft und des Lebens umgekrempelt werden.

Man müsste anders heizen, anders reisen, anders Strom produzieren und anders Güter herstellen. «Diese Veränderungen sind so tiefgreifend, dass die Länder Angst davor haben», ergänzt der SRF-Wissenschaftsredaktor. Sie fürchten, ihr Land falle wirtschaftlich hinter die anderen zurück, wenn sie etwas tun.

«Die Schuld liegt aber nicht allein bei den Politikern. Sie zögern auch, weil sie zu wenig Druck von ihren Wählern spüren», fügt Häusler an.

Kohlendioxid absaugen und im Boden lagern?

Wenn die Welt nicht in der Lage ist, den Klimawandel zu bremsen, bräuchte es neue Technologien, um dem Problem Herr zu werden. In den Labors herrscht selten ein Mangel an Ideen. Forscher wollen zum Beispiel das Kohlendioxid wieder aus der Atmosphäre absaugen und in den Boden verstauen.

Oder man könnte massenhaft Pflanzen für Biotreibstoff anbauen, die beim Wachsen ebenfalls Kohlendioxid aus der Luft entnehmen. Wenn man aber diesen Biotreibstoff verbrennt, müsste man das Kohlendioxid, das dabei entsteht, ebenfalls einfangen und im Boden lagern.

Aber es sind noch viele Fragen offen. Im Labor funktioniert das Absaugen von Kohlendioxid aus der Luft schon. Ob das hingegen je in genügend grossem Massstab funktioniert ist fraglich. Ausserdem ist der Prozess sehr teuer – und wird es vermutlich bleiben.

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18 Kommentare

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  • Kommentar von M. Haener, Büsserach
    Einerseits die ''Raucherhysterie'' und andererseits z.B. ''Auto'' fahren bis an den Anschlag, eigentlich sollten doch auf Autos gleich mehrere Warnhinweise angebracht sein. Grosse Schockbilder auf den Kühlerhauben, oder versuchen sie doch einmal die Abgase ihres Autos selbst einzuatmen. Liebe Kinder bitte nicht nach machen..! Einmal abgesehen von anderen unliebsamen Nebenerscheinungen, wie Verkehrstoten und Verletzten. Ps: Ich bin weder ein ''Autohasser'' noch ein ''Gut- oder Schlechtmensch''.
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  • Kommentar von M. Haener, Büsserach
    Sich in einer ''Klimadebatte'' zu verzetteln während man nebenbei seine und anderer Lebensgrundlagen vergiftet und zerstört, ist wohl nicht sehr förderlich. Wenn man einmal die ''Klimaerwärmung'' ausblendet, gibt es noch immer genügend Anlass zur Beunruhigung. In absehbarer Zeit wird die ''Klimadebatte'' eine Randerscheinung sein, wenn z.B. die Verschmutzung der Luft und des Wassers so fortschreitet, wird es sehr schnell existentiell. Darüber wird man wohl nicht mehr abstimmen können.
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  • Kommentar von Christian Vogel, Laupen
    Die wissenschaftliche Basis für die behauptete Klimawirkung des CO2 ist mittlerweile sehr schwach geworden - hierfür gibt es viele neuere und ältere Studien (www.kaltesonne.de/?p=12554). Die globale Durchschnittstemperatur ist seit 16 Jahren nicht mehr angestiegen, selbst das IPCC muss die alarmistischen Prognosen zurückfahren (z.B. www.kaltesonne.de/?p=13862). Der Meeresspiegel steigt seit 1000-en von Jahren langsam, aber kontinuierlich (www.kaltesonne.de/?p=16018). Keine Panik, bitte.
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    1. Antwort von David Rothen, Bern
      Im Gegenteil Herr Vogel, kaum ein ernstzunehmender Wissenschaftler zweifelt mehr an der so genannten Klimaerwärmung. Die paar wenigen die das noch tun sind raubtierkapitalistische Neoliberale oder eben - schräge Vogel.
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    2. Antwort von Sascha Freitag, Thurgau
      @ Herr Vogel: Schade, dass sie sich auf wisenschaftliche Berichte, die offizielle Stellen NICHT hören wollen, verlassen. Sie müssen sich der staatlichen und wirtschaflichen Gehirnwäsche schon hingeben, sonst reut sie nachher das Geld, dass ihnen jetzt, und noch mehr in der Zukunft, für NICHTS abgeknöpft wird.
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    3. Antwort von Peter Meier, Zürich
      "Die wissenschaftliche Basis für die behauptete Klimawirkung des CO2 ist mittlerweile sehr schwach geworden" Diese Behauptung ist einfach nur falsch. Gehen Sie doch bitte an eine unserer Universitäten und sprechen Sie mit einem wirklichen Fachmann anstatt irgendwelchen Internetwucherungen blindlings zu vertrauen. Die Leute sind nämlich durchaus für jedermann ansprechbar...
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