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International Indien legt Rüstungsgeschäft mit Italien auf Eis

Ein Korruptionsskandal in Italiens grösstem Rüstungskonzern Finmeccanica zieht immer weitere Kreise. Die indische Regierung legte ein 750 Millionen Dollar schweres Geschäft mit den Italienern auf Eis. Finmeccanica-Chef Giuseppe Orsi ist inzwischen seinen Job los – und sitzt hinter Gittern.

Der inzwischen verhaftete Finmeccanica-Chef Giuseppe Orsi.
Legende: Eine der Schlüsselfiguren des Skandals: Der inzwischen verhaftete und zurückgetretene Finmeccanica-Chef Giuseppe Orsi. Keystone

Nach Korruptionsvorwürfen gegen die Spitze des italienischen Konzerns Finmeccanica sucht die indische Regierung offenbar die Notbremse für ein Rüstungsgeschäft.

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Neu Delhi soll der Kauf von 12 Helikoptern der Finmeccanica-Tochter AgustaWestland rückgängig gemacht werden. «Das Geschäft ist zurückgestellt worden», heisst es in einer Stellungnahme. Das Unternehmen habe nun sieben Tage Zeit, sich zu äussern.

Das Helikopter-Geschäft wurde 2010 abgeschlossen und hat ein Volumen von 750 Millionen Dollar. Die ersten drei Helikopter wurden im vergangenen Dezember ausgeliefert.

Hintergrund für die Querelen sind Korruptionsvorwürfe, in dessen Zentrum der inzwischen zurückgetretene Finmeccanica-Chef Guiseppe Orsi steht. Er wurde Anfang der Woche festgenommen.

Bei dem Geschäft sollen 65 Millionen Dollar Schmiergeld geflossen sein – ein Grossteil nach Indien, der Rest an eine katholische Organisation in Italien und an die Lega Nord.

Die Hintergründe

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Schmiergeld in Millionenhöhe, ein Dutzend Helikopter, eine Verhaftung: Die Hintergründe des jüngsten Schmiergeldskandals in Italien – und die möglichen Folgen für die Wahlen. Mehr.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Nick Schaefer , Pfäffikon
    Nur 8.5% Schmiergeld?
    Da hat die Finmeccanica doch gut verhandelt.

    Bei uns hat sich gerade der Bündner Baufilz ein
    - nach oben unlimitiertes, nach unten mindestens 1 Milliarde CHF betragendes - staatliches Geschenk vom Bund herausgeholt, für die Organisation von
    etwas was sich einmal "Olympiade der Amateurjugend der Welt" nannte.

    Im Vergleich dazu sind die Inder blutige Anfänger.
  • Kommentar von franz schleiniger , montecatini/italien
    Beim Geschäft handelt es sich um 12 Luxusheli für die Indische Staatsführung. Das Stück für 62 Mio Dollar!!! Das Schmiergeld geht zum grossen Teil an die zurück, welche damit rumfliegen. Die kath. Organisation besteht vermutlich aus Ital Manager und Politiker. Finmeccanica ist weitgehend in Ital. Staatsbesitz. (Schein AG), bekannt für Skandale und krumme Unterakkordanten Aufträge. Die Frage stellt sich aber, ob ohne Schmieren ein Auftrag in Indien geholt werden kann? Vermutlich nicht.