Indonesien: Nach dem Smogalarm Ermittlungen gegen Umweltsünder

Seit Tagen liegen dicke Rauchschwaden über Sumatra, Malaysia und Singapur. Indonesien steht am Pranger wegen Brandrodungen. Die Behörden ermitteln.

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Rauch hüllt Malaysia ein (unkomm.)

0:21 min, vom 22.6.2013

Indonesien hat nach den verheerenden Wald- und Buschbränden auf der Insel Sumatra hat Ermittlungen wegen illegaler Brandrodungen aufgenommen. Mindestens 14 Plantagenfirmen stünden im Verdacht, absichtlich Feuer gelegt zu haben, sagte Umweltminister Balthasar Kambuaya. Brandrodung ist illegal in Indonesien.

Umweltverschmutzung kann mit bis zu 15 Jahren Haft geahndet werden. Die Zahl der Brandherde ging nach Angaben der Behörde für Katastrophenschutz von 70 auf 17 zurück.

«Aufatmen» in Singapur

Die Rauchschwaden hüllen seit Tagen Sumatra sowie Teile Malaysias und ganz Singapur ein. Die Luftverschmutzung erreichte in Singapur über Tage gesundheitsschädliche Werte. Heute gab es erstmals seit sechs Tagen ein Aufatmen: der Luftverschmutzungsindex fiel deutlich.

Auf Sumatra waren Hubschrauber mit Löschwasser im Einsatz. Zusätzlich sollten Chemikalien in die Wolken gesprüht werden, um künstlich Regen zu erzeugen.