Intervention gegen Greenpeace-Schiff: Russland muss zahlen

Ein internationales Schiedsgericht hat Russland zur Zahlung einer Entschädigung verurteilt. Russland habe gegen internationales Seerecht verstossen, als es 2013 in der Arktis das Greenpeace-Schiff «Arctic Sunrise» beschlagnahmte. Wie hoch die Entschädigung ausfällt, ist noch nicht bekannt.

Aufnahme eines Schiffes. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Beschlagnahmung der «Arctic Sunrise», hier eine Archivaufnahme, war nicht rechtens. Keystone/Archiv

Russland muss Schadenersatz für das Entern des niederländischen Greenpeace-Schiffes «Arctic Sunrise» bezahlen. Das hat das internationale Schiedsgericht entschieden.

Die Russen hätten internationales Recht verletzt, indem sie das Schiff im September 2013 aufgebracht und die Besatzung festgenommen haben, heisst es in dem in Den Haag veröffentlichten Urteil.

Niederlande forderte mehr als sieben Millionen Euro

Die Umweltschutzorganisation begrüsste das Urteil. «Wir wussten, dass das Entern unrechtmässig war, aber dies ist erneut eine Bestätigung», sagte die Greenpeace-Aktivistin Faiza Oulahsen.

Arctic Sunrise – Russland muss Schadensersatz zahlen

1:20 min, aus SRF 4 News aktuell vom 25.08.2015

Russische Einheiten hatten die unter niederländischer Flagge fahrende «Arctic Sunrise» während einer Protestaktion bei einer Ölplattform in der Arktis geentert. Die Besatzung, darunter ein Schweizer, war festgenommen und zunächst wegen Piraterie angeklagt worden. Die Greenpeace-Aktivisten wurden später begnadigt.

Die Höhe des Schadenersatzes muss noch bestimmt werden. Die Niederlande hatten im Namen von Greenpeace mehr als sieben Millionen Euro gefordert. Russland hatte das Schiedsverfahren jedoch bereits zuvor abgelehnt.