Zum Inhalt springen

International Irakische Armee startet Offensive gegen IS-Hochburg Mossul

Die irakische Armee hat eine lang erwartete Offensive gestartet, um die Stadt Mossul zurück zu erobern. Die Streitkräfte werden unterstützt von US-Luftangriffen. Mossul ist die zweitgrösste Stadt Iraks und wird seit Sommer 2014 von der Terrormiliz IS kontrolliert.

Soldaten in einem zerstörten Gebäude.
Legende: Heftig umkämpft: Die irakische Stadt Mossul gilt als eine der Hauptstädte der Terrormiliz IS. Keystone/Archiv
Karte
Legende: Das Einflussgebiet der Terrormiliz IS. SRF

Irakische Truppen haben mit einer Grossoffensive auf die von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) besetzte Grossstadt Mossul begonnen. Unterstützt von US-Luftangriffen hätten Regierungseinheiten im Morgengrauen die Operation «Eroberung» gestartet.

Die Streitkräfte hätten gemeinsam mit paramilitärischen Gruppen ihren Einsatz in der Provinz Niniwe begonnen, hiess es in einer Erklärung der Armee. Mossul ist die Hauptstadt der nördlichen Provinz und die zweitgrösste Stadt des Landes.

Schon lange geplant

Ziel sei es, die IS-Terrormiliz aus ihrer Hochburg im Norden des Landes zu vertreiben, sagte ein Armeesprecher. Es seien bereits einige Dörfer im Umland Mossuls eingenommen worden.

Der irakische Regierungschef Haidar al-Abadi hatte die Offensive bereits im Februar angekündigt. Man plane «wahrscheinlich im nächsten Monat, eine volle militärische Operation zu starten», hatte er gesagt.

IS erleidet Rückschläge im Irak

Armeeangaben zufolge sei nun das erste Ziel, IS-Einrichtungen in der Stadt zu zerstören. Generalmajor Nedschm al-Dschaburi, der irakische Oberbefehlshaber in der Region, berichtete der Deutschen Presse-Agentur von Dutzenden toten IS-Kämpfern, nannte aber keine Opferzahlen auf Seiten der Regimetruppen.

Der IS hatte im Sommer 2014 grosse Gebiete im Irak und in Syrien erobert. In jüngster Zeit erlitten die Terroristen im Irak aber deutliche Rückschläge. Die irakische Armee und die kurdischen Peschmerga-Kämpfer im Norden des Landes wurden dabei ebenfalls durch Luftangriffe der von den USA angeführten Militärallianz unterstützt. Auch Ziele in Mossul wurden mehrmals aus der Luft angegriffen.

IS-Hochburg Mossul

Mossul ist seit Sommer 2014 unter Kontrolle des Islamischen Staates (IS) und gilt neben Al-Rakka in Syrien als inoffizielle Hauptstadt der Terrormiliz. Ende 2015 konnten Regierungstruppen bereits die Provinzhauptstadt Ramadi westlich von Bagdad vom IS zurückerobern. In Mossul lebten einst rund zwei Millionen Menschen.

17 Kommentare

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von N. Belg (Sinilga)
    USA und deren allierten kämpften und kämpfen "herrvoraggend" gegen IS, dass IS viele Städte und Orte unter ihre Kontrolle hatten und haben, bis Russland ihre resultative Aktion begann. Niemand will das zerstören, wohin man viel investiert hat...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Beat Reuteler (br)
      @Belg: Sie sind nicht informiert. Erstens hat Russland noch überhaupt keine Aktionen im Irak laufen und zweitens hat Russland bis vor Kurzem auch in Syrien haptsächlich andere Gruppen als den IS angegriffen, nämlich solche die ihre meisten Stellungen näher zum Mittelmeer, also weiter westlich als der IS hatten. Ihr Versuch zu suggerieren erst seit dem Russischen Eingreifen werde der IS echt bekämpft, schlägt fehl.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von N. Belg (Sinilga)
      Ich habe nicht über Irak geschrieben. Sie sind falsch informiert, die Russen treffen zielgenau im Vergleich zu anderen(Heute der russische Held ist gefallen, ein Beweis dafür, welche "andere Gruppen" sie koordinieren). Russland ist das einzige Land die legitim dort ist. Nur in kurze haben sie IS geschwächt, was USA Koalition nicht in Jahren konnte.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Die Hilfe der USA bei der IS-Bekämpfung ist eine Farce. Erst überfällt man den Irak. Ist das Chaos angerichtet, spielt man sich als Feuerwehr und unentbehrliche Helfer auf. Mit dem IS begeht man den nächsten Betrug. Und wer tritt wieder als Helfer in der Not auf. So bringt man ein Land in totale Abhängigkeit. Das Grundprinzip der meisten US-Operationen. Am Ende werden die Kurden und andere störende Gruppen skrupellos geopfert. Und das Ganze wird als Demokratie verkauft. Super!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Beat Reuteler (br)
      Es ist weit weg von super aber so wie Sie es darstellen liegt die Sache überhaupt nicht. Am Boden kämpft die USA grösstenteils bewusst nicht (mehr), damit die Iraker und Kurden mit dem Problem selbst fertig werden.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Stanic Drago (Putinversteher)
    Während vorbereitung Iraker auf eine ofensive ist Thema in allen Deutsschprachige Medien, letzte Erfolge SAA in Syrien werden verschwiegen. SAA steht an Stadtgrenze von Palmira. Heute ist SAA gelungen in Antische Teil von Palmira vorzudringen. Mit verlust von Palmira werde gesamte Frontabschnitt zu Qaraytayn abgeschnitten und nicht mehr haltbar. IS wird damit fast 30% gesamten Gebiets in Syrien verlieren. Nach Palmira hat SAA offene weg zu Raqqa oder Deir al Zoir.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Beat Reuteler (br)
      Auch wenn Sie (vielleicht) recht haben. Das Thema hier ist Mossul und nicht Syrien. Schauen Sie in andern Artikeln zur Lage in Syrien.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von N. Belg (Sinilga)
      Sehr geehrter Beat Reuteler, darüber sollte man den Herr Chauvet aufmerksam machen...
      Ablehnen den Kommentar ablehnen