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International Iran erhält im Atomstreit gutes Zeugnis ausgestellt

Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde zeigt sich zuversichtlich, dass im Atomstreit eine Lösung möglich ist. Nach einem Treffen mit dem iranischen Präsidenten Ruhani gibt er sich vorsichtig optimistisch.

Yukiya Amano und Hassan Ruhani geben sich die Hand
Legende: Der Chef der Atomenergiebehörde, Yukiya Amano (links), hat erstmals den iranischen Präsidenten Hassan Ruhani getroffen. Keystone

Die Gespräche zwischen der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) und Iran gehen in die nächste Runde: Am Sonntag hat der Chef der IAEA, Yukiya Amano, führende iranische Politiker getroffen. Dabei kam Amano erstmals auch mit dem iranischen Präsidenten, Hassan Ruhani, zusammen.

«Das war ein kurzer Besuch, aber ein nützlicher», sagte Amano im Anschluss an das Treffen. Er sei sehr froh, vom Iran eine feste Zusage erhalten zu haben, zu kooperieren und alle offenen Fragen zu klären. Derweil sagte der iranische Präsident, der Iran sei aus moralischen und religiösen Erwägungen gegen jegliche Massenvernichtungswaffen. «Das iranische Atomprogramm ist friedlich und transparent und die IAEA sollte daher in dieser Frage auch eine klare Stellung beziehen», so Ruhani.

Iran hofft auf Ende der Sanktionen

Im Vorfeld der nächsten Atomtreffen will die iranische Führung die IAEA davon überzeugen, dass ihr Atomprogramm zivil und friedlich ist. Der Iran und die fünf UNO-Vetomächte sowie Deutschland wollen bis zum 24. November zu einer Lösung im Atomkonflikt kommen. Für den Iran ist eine solche Einigung enorm wichtig, da sie Voraussetzung für ein Ende der einschneidenden Wirtschaftssanktionen ist.

Beobachter in Teheran schlossen nicht aus, dass Ruhani weitere Erleichterungen für IAEA-Inspektionen in Aussicht gestellt haben könnte. Die IAEA fordert auch Zugang zu militärischen Anlagen, in denen nach Erkenntnissen westlicher Geheimdienste Atomtests vorgenommen worden sind. Dies hat Teheran bisher stets verweigert.

«Gute Zusammenarbeit»

Nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens lobte Amano die gute und konstruktive Zusammenarbeit mit dem Irans während der vergangenen zwölf Monate. Es sei zu hoffen, dass dies auch in Zukunft so bleiben werde, gab der Sender Amano wieder. «Das Ziel der Agentur ist es, Schritt für Schritt voranzukommen, um die offenen Fragen zu klären und zu verhindern, dass sich der Prozess in die Länge zieht.»

Der Westen wirft dem Iran vor, heimlich an Atomwaffen zu arbeiten. Die Führung in Teheran hat dies stets zurückgewiesen.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Susanne Lüscher, Gossau
    Iran kann noch so viel kooperieren, wenn es der USA nicht passt, wird die USA weiter Behauptungen gegen den Iran in den Raum stellen. Letzten August hat die ACLU die Papiere der Geheimdienste zu TPAJAX veröffentlicht. Jeder täte gut daran zu lesen, wie das damals 1953 im Iran ablief. Ein Jahr später war es Guatemala mit der Operation Success. Nur schon die zwei Vorfälle sollten allen die Augen öffnen bezüglich Ukraine.
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  • Kommentar von Alex Haller, Hannover
    Erleichterungen? Die maliciouse westliche Atommächte haben nur 4,4 Milliarden gesperrte Gelder und der Verkauf Produkte, die der Iraner auf dem Schwarzmarkt für doppelten reis gekauft hat. Es sind immer noch über 100 Milliarden iranischen Gelder nach Völkerrecht, rechtwidrig gesperrt! Während das iranisch friedlich gerichteten Atomprogramm von den westlichen Politikern wie die tollwütigen Hunde verfolgt wird, liefern die Atommächte Westen Atommacht Israel Waffen zu Vernichtung das Volk Palästina
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  • Kommentar von s, m
    Die Amis haben doch immer behauptet, dass der Iran morgen Europa mit Atomwaffen vernichten kann.
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    1. Antwort von marco meier, aarau
      Ja, der Iran war auch kurz davor! Also haben die Amis gesagt! Also sie habens geblaubt, ziemlich sicher! Oder warens doch Massenvernichtungswaffen? Ach ist doch egal......
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