Iran simuliert Atombomben-Test

Noch soll der Iran keine Atombombe haben. Dennoch führe das Land virtuelle Atombombentests durch, heisst es aus irankritischen Quellen.

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Bildlegende: Die internationale Atomenergiebehörde bestätigt den iranischen Atombomben-Simulationsversuch. Keystone

Bereits im vergangenen Jahr hatte die in Wien ansässige Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) berichtet, in den Besitz von Diagrammen gelangt zu sein, wonach der Iran die «nukleare Sprengkraft» potenzieller Waffen berechne. Weitere Einzelheiten wurden jedoch damals nicht genannt.

US-Atomangriff auf Hiroshima

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Sanktionen gegen Iran

Der US-Senat könnte sich bald mit verschärften Sanktionen gegen den Iran befassen. Nach einem Entwurf von zwei Abgeordneten sollen ausländische Banken bestraft werden, wenn sie etwa Geschäfte für Reedereien, Häfen oder Werften des Landes abwickeln. Bei Verstössen würde Banken der Ausschluss vom US-Finanzsystem drohen.

Auf dem jüngsten Diagramm ist den Angaben zufolge eine glockenförmige Kurve mit Zeitvariablen sowie Energieeinheiten in Kilotonnen zu sehen. Demnach krümmt sich die Kurve in dem Modell bei etwa 50 Kilotonnen und zwei Mikrosekunden.

Die Atombombe, die die USA während des Zweiten Weltkriegs auf das japanische Hiroshima abwarfen, hatte eine Sprengkraft von rund 15 Kilotonnen. Moderne Atomwaffen haben eine hundertfache höhere Reichweite.

Die Grafik wirke authentisch, sei jedoch offenbar eher «zum Verständnis des Vorgangs» statt als Teil eines Plans für eine echte Waffe gedacht, sagte David Albright vom US-Institut für Wissenschaft und Internationale Sicherheit.