Iranische Grenzschützer an Grenze zu Pakistan getötet

Bei Kämpfen an der Grenze des Irans zu Pakistan sind in der Nacht auf Samstag mehrere iranische Grenzschützer getötet worden. Wenig später wurden in einem Gefängnis der Region 16 Menschen gehenkt.

Es habe an der Grenze in der Nacht auf Samstag Gefechte mit dem Iran feindlich gesinnten «Kriminellen oder Rebellen» gegeben, berichtete die Nachrichtenagentur Irna. Dabei seien 14 Grenzschutzbeamte getötet und fünf verletzt worden.

Die Nachrichtenagentur Fars meldete mindestens 17 getötete Grenzposten sowie fünf Schwerverletzte.Fünf Soldaten seien entführt worden. Bei den Angreifern soll es sich um Mitglieder des Drogenkartells Dscheisch-Al-Adl handeln.

Fars berichtete zudem unter Berufung auf die regionale Generalstaatsanwaltschaft, wenig später nach dem Angriff seien 16 «Rebellen mit Verbindungen zu regimefeindlichen Gruppen ... als Antwort» in einem Gefängnis gehenkt worden.

Schmuggelroute für Drogen

Sarawan liegt in der südostiranischen Provinz Sistan-Belutschistan. Die Grenzregion zu Pakistan ist die Hauptroute für Drogenschmuggel von pakistanischen und afghanischen Kartellen in den Iran. Die Drogen werden dann via Iran nach Europa und in die arabischen Golfstaaten gebracht.

In der Bergregion sind auch sunnitische Rebellen aktiv. Mehr als 90 Prozent der Iraner sind Schiiten. Die sunnitischen Minderheiten leben hauptsächlich in den Grenzregionen, fühlen sich benachteiligt und fordern mehr Autonomierechte. Immer wieder gibt es Gewalttaten.