IS-Miliz verbrennt laut Zeugenbericht im Irak 30 Menschen

Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) haben im Westirak 30 Zivilisten bei lebendigem Leib verbrannt. Die Getöteten sollen mit den irakischen Sicherheitskräften in der Provinz Anbar zusammengearbeitet haben.

Ein IS-Transporter. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der IS ist im Westirak gefährlich im Vormarsch. Keystone

Die 30 Menschen sind auf grausame Art und Weise öffentlich hingerichtet worden. Das sagte ein Einwohner der Region der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Die Getöteten sollen mit den irakischen Sicherheitskräften in der Provinz Anbar zusammengearbeitet haben.

Der britische Sender BBC berichtete online von 45 Opfern in der Stadt al-Bagdadi und berief sich auf den örtlichen Polizeichef. Die Angaben konnten zunächst nicht überprüft werden.

Region bald vollständig in IS-Hand?

Der IS hatte am Freitag die Stadt in der westirakischen Provinz Anbar erobert. Zudem attackierten IS-Kämpfer den für die internationalen Streitkräfte wichtigen Luftwaffenstützpunkt Ain al-Assad in der Gegend. Der Angriff wurde aber zurückgeschlagen.

Der Vizevorsitzende des Provinzrats, Falih al-Isawi, äusserte wegen massiver IS-Angriffe die Befürchtung, dass die Region nun bald vollständig den Extremisten in die Hände fallen könnte.

Vor zwei Wochen hatte der IS schon ein Video mit der Verbrennung des jordanischen Kampfpiloten Muas al-Kasasba im Internet veröffentlicht.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

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    Aus 10vor10 vom 16.2.2015

    Nachdem die Dschihadisten der Terrororganisation Islamischer Staat im Januar Rückschläge hinnehmen mussten, sind sie nun wieder auf dem Vormarsch. Kann die Terrorgruppe zu einer Gefahr für Europa werden? In dieser Frage sind Experten uneins. Im Gespräch mit «10vor10» schätzt der SRF-Korrespondent Pascal Weber die Lage ein.