IS rekrutiert zunehmend Kindersoldaten

Kindersoldaten ziehen laut den USA vermehrt in den Krieg für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Dies zeige, dass die Islamisten Schwierigkeiten hätten, neue Mitglieder zu finden, sagt das US-Aussenministerium.

Im Irak kämpfen Kindersoldaten für Islamisten, zunehmend auch für den IS. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Im Irak kämpfen Kindersoldaten für Islamisten, zunehmend auch für den IS. Keystone

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) rekrutiert nach Einschätzung der USA verstärkt Kindersoldaten. Grund dafür: «Immer mehr» Kämpfer verliessen den IS, sagte der Sprecher des US-Aussenministeriums, John Kirby, in Washington.

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Ranghoher IS-Kommandant tot

Ein ranghoher Militärkommandant der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ist nach Angaben der USA bei einem Luftangriff in Syrien getötet worden. Omar al-Schischani («Omar der Tschetschene») war Chef über tausend ausländische Kämpfer.

Daher seien Minderjährige für die Miliz immer wichtiger. Zuvor seien Kinder vor allem zur Beschaffung von Informationen und für Selbstmordattentate benutzt worden, was der Islamische Staat auch nach wie vor tue, sagte Kirby an einer Pressekonferenz vor Journalisten in der US-Hauptstadt Washington.

«Jetzt bekommen wir aber immer mehr Berichte darüber, dass sie Kinder bei richtigen Kampfhandlungen an der Seite von erwachsenen Kämpfern einsetzen.»

Immer noch eine ernste Gefahr

All dies seien Anzeichen für Probleme des IS, Mitglieder zu rekrutieren und zu halten. Gleichwohl stuften die USA die von der Miliz ausgehende Gefahr als «sehr ernst» ein.

Der IS kontrolliert weite Landesteile in Syrien und im Irak und herrscht dort mit brutaler Hand. Die USA führen eine Militärallianz gegen die Extremisten an.

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