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International IS tötet Palmyras Chef-Archäologen

Seit Mai ist die antike syrische Oasenstadt Palmyra in den Händen der Terrormiliz Islamischer Staat – nun haben die Dschihadisten den früheren Chefarchäologen der Stätte enthauptet. Seine Leiche wurde in den Ruinen von Palmyra aufgehängt.

Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat offenbar eine weitere Gräueltat begangen: So wurde am Dienstagabend der frühere Chef-Archäologe der antiken syrischen Oasenstadt Palmyra geköpft. Anschliessend verbreitete der IS im Internet Fotos, die die gefesselte Leiche des 82-jährigen Chaled al-Assaad zeigen sollen.

Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurde al-Assaad auf einem Platz in Palmyra vor Dutzenden Zuschauern getötet.

«Einer der wichtigsten Experten für die Antike»

Der Wissenschaftler sei bereits vor einem Monat von IS-Kämpfern gefangen genommen worden, sagte der Direktor der syrischen Antikensammlungen. Mit al-Assaad hätten die Dschihadisten einen der wichtigsten Experten für die Antike in Syrien ermordet. Er habe die Antikensammlungen in Palmyra 50 Jahre lang geleitet, sei aber seit 13 Jahren im Ruhestand gewesen.

Der IS bezeichnete al-Assaad als Regimeanhänger, der die Regierung von Syriens Machthaber Baschar al-Assad im Ausland bei Konferenzen mit «Ungläubigen» vertreten habe. Durch die Betreuung der antiken Stätten in Palmyra habe er «Götzendienst» geleistet.

Die IS-Kämpfer hatten Palmyra im Mai erobert. Die antiken Stätten in der Oasenstadt gehören zum Weltkulturerbe der Unesco. Mehrere Mausoleen und Skulpturen wurden zerstört.

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16 Kommentare

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  • Kommentar von alma lüscher, bern
    traurig. durch nichts lässt sich diese tat rechtfertigen. die fundamentalistischen islamisten handeln wie die christen bei den kreuzzügen, vor beinahe 1000 jahren. wie lange es wohl noch dauern wird, bis das töten, morden aus religiösen motiven im namen der götter endlich aufhören.
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  • Kommentar von Ignaz Hufschmid, Zürich
    Angenommen Gedanken wirken über Distanz, welche lassen Sie zu? Von allen wünsche ich mir liebevolle Gedanken und liebevolles miteinander.
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  • Kommentar von Mike Baumgartner, Zürich
    Mit Kultur kann der IS scheinbar nichts anfangen. Was ist also dem IS wichtig? Ach ja: Macht, Gewalt, Unterdrückung, Drogen, Partyexzesse, sexuelle Gewalt an Frauen und Mädchen. (All das wissen diejenigen, die sich dem IS anschliessen wollen ja scheinbar nicht. Mit grossem Erstaunen kommen sie dann zurück und erzählen was von schlechten Schulleistungen...blablabla. Für wie gutmütig und blauäugig halten die uns eigentlich?!)
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