IS verliert offenbar einen weiteren seiner Anführer

Mehrere IS-Kanäle melden, der Sprecher der Terrormiliz sei in der syrischen Stadt Aleppo ums Leben gekommen. Abu Mohammed al-Adnani war erstmals im Sommer 2014 in Erscheinung getreten, als er das «Kalifat» ausgerufen hatte. Die USA hatten ein Kopfgeld von fünf Millionen Dollar auf ihn ausgesetzt.

Die Terrormiliz Islamischer Staat hat offenbar einen ihrer höchsten Anführer verloren. IS-Sprecher Abu Mohammed al-Adnani sei in der syrischen Stadt Aleppo als «Märtyrer» ums Leben gekommen, hiess es am Abend auf den üblichen IS-Kanälen. Auch das IS-Sprachrohr Amaq berichtete über Al-Adnanis Tod.

Unklar ist, wie der IS-Anführer ums Leben kam. In der Provinz Aleppo kämpfen die Extremisten gegen syrische Rebellen und gegen Kurden. Die USA und Russland fliegen Luftangriffe auf die Terrormiliz.

Kalifat ausgerufen

Al-Adnani gehörte zu den berüchtigtsten Namen der Dschihadisten. Bekannt wurde er durch Audiobotschaften im Internet, in denen er den Gegnern des IS mit Angriffen drohte. Al-Adnani war es auch, der im Sommer 2014 das «Kalifat» des Islamischen Staates ausrief und den IS-Anführer Abu Bakr al-Bagdadi zum «Kalifen» erklärte.

Über Al-Adnanis Alter gibt es unterschiedliche Angaben. Der IS-Sprecher soll Ende der 1970er-Jahre in Syrien geboren worden sein. Die USA hatten ein Kopfgeld von fünf Millionen Dollar auf ihn ausgesetzt.