Islamist übernimmt Macht in Luxor

Adel Assad al-Chajat soll Luxor in die Zukunft führen – so will es Ägyptens Präsident Mursi. Chajat ist führendes Mitglied der Islamisten-Gruppe Gamaa al-Islamiya. Die Gruppe gilt als Drahtzieherin des Massakers in Luxor von 1997. Damals starben 36 Schweizer. Vor Ort regt sich Widerstand.

Tourismusunternehmen in Luxor sind entsetzt: Ausgerechnet hier – in der Stadt, die vor allem vom Tourismus lebt – hat Präsident Mohammed Mursi den Islamisten Adel Assad al-Chajat an die Macht gerufen. Sie kündigten Demonstrationen und eine Blockade des Gouverneursgebäudes an.

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Bildlegende: Der Tempel von Hatshepsut. Hier starben am 17. November 1997 62 Menschen – vor allem Schweizer und Deutsche. Reuters

Chajat ist ein führendes Mitglied der Islamisten-Gruppe Gamaa al-Islamiya. Diese hat inzwischen offiziell der Gewalt abgeschworen. Doch ihre Taten in den 90er-Jahren bleiben in Erinnerung – auch in Luxor: Die Gamaa al-Islamiya gilt als Drahtzieherin des Massakers im Hatschepsut Tempel von 1997. 62 Menschen starben damals – darunter 36 Schweizer.

Das Massaker war der blutigste Anschlag im Krieg zwischen der ägyptischen Regierung und den militanten islamistischen Gruppen.

Präsident Mursi hatte am Sonntag 17 neue Provinzgouverneure ernannt. Davon gehören sieben den Muslimbrüdern an, zu der auch Mursi bis zu seinem Amtsantritt 2012 zählte.