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Wechsel an Hamas-Spitze Ismail Hanijeh führt neu das Politbüro

Porträt von Ismail Hanijeh.
Legende: Ismail Hanijeh: Der neue starke Mann an der Spitze der Hamas. Reuters
  • Ismail Hanijeh führte bisher die Geschicke der Hamas im Gazastreifen, nun wurde er zum Chef der Hamas gewählt, wie palästinensische Medien berichten.
  • Er tritt die die Nachfolge von Chaled Meschaal an, dessen zweimaliges Mandat nach 20 Jahren an der Spitze des Politbüros endet.
  • Sowohl Meschaal als auch sein Nachfolger gelten als Verfechter einer pragmatischen Linie im Konflikt mit Israel.
  • Nur wenige Tage vor der Wahl hatte die radikalislamische Organisation erstmals seit ihrer Gründung 1987 ihr politisches Programm geändert. Darin akzeptiert sie – ebenfalls erstmals – einen Palästinenserstaat innerhalb der Grenzen von 1967.

7 Kommentare

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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    2) Und zeitgleich liefert Israel dorthin noch Strom, Treibstoff etc. und nimmt Kranke in eigene Krankenhäuser auf. Könnte man sich auch nur ansatzweise Vergleichbares umgekehrt vorstellen? Wenn nein, warum nicht?
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    1. Antwort von Theresa Müller (t.mueller66)
      Sehr geehrter Herr Kerzenmacher Zuerst einmal möchte ich klarstellen, dass Israel kein Wohltäter ist. Wenn Israel im Gazakrieg das Stromkraftwerk bombardiert, müssen sie auch Strom nach Gaza liefern. Die Bewohner des Gazastreifens können ihn ja nicht von wo anders importieren, da Israel den Gazastreifen vollkommen abriegelt hat. Dies Abriegelung hat zur Folge, dass keine konstante Lieferung von Baumaterialien, Medikamenten, Benzin etc. möglich ist.
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    2. Antwort von Theresa Müller (t.mueller66)
      Fortsetzung:Die Bewohner des Gazastreifens leben in einem Freiluftgefängnis unter miserablen humanitären Bedingenen, was auch immer wieder von der UN, dem IKRK etc. angeprangert wird. Diese Lebensumstände hat Israel auch mit zu verantworten und ich denke, wir sollten uns alle glücklichschätzen über unsere guten Lebensumstände, die wir hier in der Schweiz geniessen dürfen.
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    3. Antwort von Dietmar Pfahl (dpfahl)
      @Kerzenmacher B: Ich kann mir das vorstellen. Im Osmanischen Reich oder im heutigen Iran wurden/werden schon auch juedische Einwohner medizinisch versorgt. Es ist ganz einfach eine Frage der Machtverhaeltnisse und der Ressourcen. Gegenfrage: Gibt es im heutigen Gaza-Streifen ueberhaupt funktionierende Krankenhaeuser? Falls ja, warum sollten dort israelische Zivilisten behandelt werden, wenn es in Israel eine viel bessere medizinische Versorgung gibt?
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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    1) Wenn die Israelis so wären, wie man sie dämonisiert, wären länsgt alle Palästinenser tot. Gleichfalls ist allein schon absurd, dass sich ein Volk, an welchem angeblich durch Israel ein Völkermord begangen wird, sich zugleich kopfmässig vervielfacht. Welche Gefahr droht denn eigentlich den Menschen im Gaza-Streifen durch Israel? Doch nur, dass Israel nach endlosen Attacken dann irgendwann auch mal zurück schiesst.
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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Wenn einer an der Spitze einer radikalislamistischen Gruppierung ist, dann ist er ein Terrorist. Warum man mit diesen Leuten überhaupt verhandelt, weiss ich nicht. Man müsste sie dingfest machen!
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    1. Antwort von Dietmar Pfahl (dpfahl)
      @M. Roe: Weil z.B. ein Herr Begin, ehem. Ministerpraesident von Israel, auch einmal ein Terrorist war (1946: Bombenanschlag auf das brit. Hauptquartier in Palestina mit fast 100 Toten). Wenn man mit politischen Gegnern (oder gar Feinden) ueberhaupt nicht spricht, kann man Probleme nur mit Gewalt loesen. Aber Gewalt ist (fast) immer nur der zweitbeste Loesungsweg wenn man Opfer unter Unschuldigen (neudeutsch: Kollateralschaeden) vermeiden will.
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