Israel fliegt Luftangriffe in Syrien

Gemäss Medienberichten haben israelische Kampfflugzeuge einen Luftwaffenstützpunkt nahe der Hafenstadt Latakia bombardiert. Ziel des Angriffes: Raketen und Zubehör, die für die Hisbollah-Miliz bestimmt waren. Israel lehnt eine Stellungnahme zum Einsatz ab.

Um Waffenlieferungen für die libanesische Hisbollah-Miliz zu stoppen, hat Israel laut Medienberichten mit Kampfflugzeugen einen Luftwaffenstützpunkt in der nordsyrischen Provinz Latakia angegriffen.

«Die Bomben zielten auf eine Lieferung von Boden-Luft-Raketen für die Hisbollah» – das meldete der Sender Al-Arabiya. Hingegen berichtete das Zweite Israelische Fernsehen, Ziel des Angriffs sei ein hochmodernes Flugabwehrsystem Syriens gewesen.

Zusatzinhalt überspringen

Friedenskonferenz unsicher

Der UNO-Syrienvermittler Lakhdar Brahimi sieht die Teilnahme der Opposition an einer Friedenskonferenz für unabdingbar. Er hoffe, die Genf-2-Konferenz finde sobald wie möglich statt. Bedeutende Teile der Opposition sträuben sich derzeit gegen eine Teilnahme. Vertreter der Assad-Gegner wollen sich am 9. November zu Beratungen in der Türkei treffen.

Mehrere Explosionen seien von einer Luftabwehrbasis in der Gegend von Snubar Dschableh zu hören gewesen, sagte der Leiter der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman, zu Al-Arabiya.

Bereits zweimal Angriffe durchgeführt

Ein US-Regierungsvertreter bestätigte den Angriff gegenüber CNN und der Nachrichtenagentur AFP. Die israelische Regierung lehnte eine Stellungnahme zu den Berichten bisher ab. Eine israelische Militärsprecherin erklärte: «Wir äussern uns nicht zu solchen Berichten.»

Israel hat in diesem Jahr bereits mindestens zweimal Luftangriffe innerhalb Syriens durchgeführt, um Waffenlieferungen zu verhindern.