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NGOs unter Verdacht Italien ermittelt gegen Ärzte ohne Grenzen

Schiff von Ärzte ohne Grenzen
Legende: Das Schiff der NGO Ärzte ohne Grenzen bringt die Flüchtlinge sicher in den italienischen Hafen. Keystone
  • Die italienische Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungen wegen Beihilfe zur illegalen Einwanderung auf die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen ausgeweitet.
  • Die Justiz vermutet, dass die Organisation vor der Küste Libyens Migranten aufgenommen hat, deren Sicherheit nicht unmittelbar in Gefahr gewesen ist.

Erst am Mittwoch hatte die Küstenwache das Flüchtlingsrettungsboot «Iuventa» der Organisation «Jugend Rettet» gestoppt. Die Aktivisten würden der Beihilfe zur illegalen Einwanderung verdächtigt, erklärte die Staatsanwaltschaft. Es war das erste Mal, dass Italien ein Flüchtlingsrettungsboot festsetzte.

«Ärzte ohne Grenzen» erklärte, sie seien bereit, mit den Behörden zu kooperieren. Man hoffe, dass rasch alle Zweifel ausgeräumt werden könnten.

Rom verlangt von acht Hilfsorganisationen, einen Verhaltenskodex zu unterschreiben, wenn sie im südlichen Mittelmeer unterwegs sind. Dazu gehört die Bereitschaft, einen bewaffneten Polizisten an Bord zu nehmen. Darin sieht die Organisation ein Problem. Aus Rücksicht auf humanitäre Prinzipien der «Unabhängigkeit und der Neutralität» werde man den Kodex nicht unterzeichnen.

Infografik: Flucht über das Mittelmeer

Infografik: Flucht Mittelmeer

107 Kommentare

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  • Kommentar von robert mathis (veritas)
    Ich kann diese scheinheiligen neidischen Statements einiger Forumschreiber nicht mehr lesen,warum sollen wir uns schämen weil es uns gut geht.....uns als Rassisten verschreien weil wir uns erlauben unsere Meinung kund zu tun .Wenn wir auch Nichts mehr haben WER soll dann den "Flüchtigen" oder Hungernden helfen ? Dass wir uns schämen sollen wenn wir im Mittelmeer baden,weil da Menschen ertrunken sind überschlägt jede Grenze des gesunden Menschenverstandes.
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  • Kommentar von Marlies Artho (marlies artho)
    Mühe habe ich mit Vorwürfen Rassist,weil man der Meinung ist,dass Europa nicht die ganze Welt retten kann.Wenn es in Europa allen Menschen schlecht geht,geht es auch den Flüchtlingen nicht mehr gut.Somit steigen die Konflikte immer mehr unter den verschieden Ethnien,dies sah man in ex Jugoslawien,wo damals der Krieg ausbrach,jeder fühlt sich benachteiligt.Die frühere Generation hat stark für den Wohlstand mitgeholfen.3 Weltländer bekamen dafür Entwicklungsgelder/Helfer, wo ist das Resultat?
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  • Kommentar von Tim Buesser (TimBue)
    Auch Ärzte ohne Grenzen ist auf der Liste der NGOs, die vom DEZA im Departement von BR Burkhalter kräftig unterstützt wird. Kein Wunder mussten DEZA Chefbeamte per Bundesgerichtsentscheid gezwungen werden, die "Zuwendungen" des DEZA an sogenannte NGOs offenzulegen. Viele davon in CH "leben" regelrecht vom Bundesamt, weit über 50% bis nahezu 100%.
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    1. Antwort von Roger Stahn (jazz)
      Ein guter Punkt. Ich plädiere sowieso dafür, die Rolle der NGOs genauer unter die Lupe zu nehmen. Wie kann es sein, dass mit Steuergelder, aber auch von privaten (Open Society Foundations z.B.) Nichtregierungsorganisationen massiv mit Geld unterstützt werden, die eigene Ziele verfolgen und dann wiederum, sich so intensiv in die innerstaatlichen Angelegenheiten von Nationen einmischen können. Irgendwie absurd das Ganze, denn der Steuerzahler zahlt normalerweise für seine Regierungsorganisation.
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    2. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      Wo ist ds Problem? Viele Aufgaben des Staates werden an Private delegiert. Gienge es nach gewissen Parteien wären Schulen, Post, SRG, OeV, etc längst privatisiert weil es die Privaten angeblich viel besser und viel billiger können und man einen noch schlankeren Staat will. Warum nicht auch die Entwicklungszusammenarbeit?
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