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International Italienische Küstenwache rettet über 1000 Flüchtlinge

Die italienische Küstenwache hat in der Strasse von Sizilien etwa 1100 Flüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet. Seit dem Abkommen der EU mit der Türkei versuchen immer mehr Menschen über den Seeweg nach Europa zu kommen.

Migranten auf einem Schlauchboot.
Legende: Die Migranten waren in mehreren Booten unterwegs. Keystone

Die italienische Küstenwache hat am Sonntag ungefähr 1100 Flüchtlinge aus Booten im Mittelmeer in Sicherheit gebracht. Sie seien in der Strasse von Sizilien aus acht Schlauchbooten, zwei Kähnen und einem grösseren Boot gerettet worden, teilte die Küstenwache mit. Zur Herkunft der Flüchtlinge machten die Behörden keine Angaben.

Gemäss Zählungen der Internationalen Organisation für Migration sind im laufenden Jahr rund 105'000 Flüchtlinge mit dem Boot nach Italien gekommen, viele von ihnen brachen in Libyen auf.

Mehr als 2700 Migranten kamen bei der Überfahrt in zumeist überfüllten Booten ums Leben. Hilfsorganisationen bezeichnen den Seeweg zwischen Libyen und Italien mittlerweile als wichtigste Route für Flüchtlinge auf dem Weg nach Europa. Nach dem Abkommen der EU mit der Türkei ist die Zahl der Flüchtlinge, die von der Türkei Richtung Griechenland aufbrechen, deutlich zurückgegangen. Viele versuchen alternativ über das Mittelmeer nach Europa zu kommen.

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37 Kommentare

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  • Kommentar von Angela Keller (kira)
    Die NATO hilft bei der Flucht. Unterstützt werden die Flüchtlinge und ihre Schlepper von der NATO: Je mehr EU- oder NATO-Schiffe Jagd auf Schlepper machen, desto einfacher, sicherer und einträglicher wird deren Geschäft. Denn die regelmässig mit über 100 Migranten besetzten Schlauchboote müssen nicht mehr aus eigener Kraft Lampedusa oder Sizilien erreichen. Ausserhalb der libyschen Zwölf-Meilen-Zone kreuzen die EU-Schiffe und retten die Migranten aus den Booten, berichtet die Presseagentur dpa.
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  • Kommentar von Angela Keller (kira)
    Auch diese Flüchtlinge wird es in naher Zukunft geben. Durch die Veränderungen des Klimas machen sich immer mehr Klimaflüchtlinge auf den Weg, um sich vor drohenden Naturkatastrophen und einer Verschlechterung der Umweltbedingungen in Sicherheit zu bringen. Zu den Gründen gehören Dürren und Wassermangel, ebenso wie Überschwemmungen, Stürme und der Anstieg des Meeresspiegels, die ganze Landstriche und Inseln überspülen können. Wohin mit IHNEN?
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  • Kommentar von Angela Keller (kira)
    Echte Humanität ist, wenn Hilfe in den grossen Flüchtlingslagern durch Umlagerung von Mitteln aus der Entwicklungshilfe geleistet wird und gleichzeitig den Betroffenen klar gemacht wird, dass Sie - sobald als möglich - in Ihr Land zurück müssen. Dann wird auch all jenen geholfen, die sich die Schlepper nicht leisten können, also den echten Flüchtlingen. Gleichzeitig werden klare Signale an Wirtschaftsmigranten gesandt, dass sich eine Flucht nicht lohnt.
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