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International Italiens Banken knausern

In Italien ist es für Unternehmen derzeit schwierig, an Kredite zu kommen. Die Banken leihen ihr Geld wegen der Wirtschaftskrise nur sehr zögerlich aus. Die ungewisse politische Zukunft raubt den Investoren das Vertrauen.

Ein Bettler vor einer Bank.
Legende: Italiens Wirtschaft fehlen Impulse. Unternehmer leiden unter hoher Steuerlast. Und erhalten erst noch kaum Kredite. Keystone

Die italienischen Banken behalten wegen der Wirtschaftskrise ihr Geld lieber für sich, statt sie an Unternehmen in Form von Krediten zu vergeben. Grund ist die politisch ungewisse Zukunft des Landes. Die Unsicherheit hat sich noch verschärft, nachdem Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi verurteilt wurde. Investoren vertrauen der drittgrössten Volkswirtschaft der Euro-Zone noch weniger als zuvor.

Aktien statt Kredite

Ein weiterer Grund für die Zurückhaltung der Banken liegt laut Giuseppe Di Gaspare an der Wirtschaftspolitik der Banken. Der Wirtschaftsprofessor der Universität Luiss Roma wirft den Banken vor, sie hätten ihr Kerngeschäft völlig aus den Augen verloren.

«Die Banken sind nur noch Finanzinvestoren. Lieber stecken sie ihr Geld in Wertpapiere als in die Realwirtschaft. Die Banker haben die Überzeugung verloren, dass man Unternehmen Geld gewinnbringend leihen kann. Ohne Bankkredite kann aber unsere Wirtschaft nicht wachsen», klagt er.

Einen Lichtblick gibt es allerdings: Italien musste in den vergangenen Monaten weniger für neue Kredite bezahlen als zum Höhepunkt der Schuldenkrise Ende 2011.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Patrick Vögelin , Basel
    Diese Entwicklung kann Italien Herr Berlusconi verdanken der mit den Steuergeschenke an Superreichengeschwächt hat.
    1. Antwort von Hans Haller , Kölliken
      Berlusconi eignet sich derzeit ja sehr gut als Sündenbock. Vergessen wird lediglich, dass Italien auch vor Berlusconi ähnliche Probleme hat und auch nach Berlusconi weiterhin ähnliche Probleme haben wird.