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International Jahrhundertregen fordert in Südindien hunderte Tote

Im vergangenen Monat sind im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu wegen starker Regenfälle mindestens 269 Menschen ums Leben gekommen. Schuld an den Überschwemmungen sollen Klima und das Abwassersystem sein. Besonders hart getroffen wurde die Millionenstadt Chennai.

Legende: Video Überschwemmungen im südindischen Chennai abspielen. Laufzeit 0:41 Minuten.
Vom 04.12.2015.

Bei den verheerenden Überflutungen im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu sind seit vergangenem Monat mindestens 269 Menschen ums Leben gekommen. Innenminister Rajnath Singh sprach von einer «katastrophalen Situation».

In der Millionenstadt Chennai standen die Strassen meterhoch unter Wasser. Hunderte Menschen waren in ihren Häusern gefangen. Lebensmittelvorräte gingen zur Neige und Geldautomaten waren leer, berichtete der Sender NDTV.

In Teilen der Wirtschaftsmetropole waren Strom- und Telefonleitungen gestört. Der internationale Flughafen wurde wegen Überflutung bis mindestens Sonntag geschlossen. Mindestens 2000 Soldaten und Katastrophenschutz-Mitarbeiter sind gemäss dem Innenminister im Einsatz.

Schwerste Regenfälle in 100 Jahren

Ausgelöst wurden die Überschwemmungen durch die schwersten saisonbedingten Regenfälle in der Region seit 100 Jahren. Grund für die Überschwemmungen soll jedoch das schlechte Abwassersystem sein. Viele Abflüsse seien durch Abfälle verstopft, berichtete die Zeitung «The Indian Express».

Nach einer Regenpause sind zwischenzeitlich die Wassermassen im südindischen Staat Tamil Nadu zurückgegangen. Damit erhielten Rettungsteams die Möglichkeit, in Not geratene Bewohner in Chennai zu evakuieren. «Die Intensität des Regens hat nachgelassen und unsere Teams werden nun in jene Gebiete vordringen, wo die Menschen noch in Not sind», so der Direktor von Indiens Katastrophenhilfe.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Indien und ähnliche Länder der Region haben gesellschaftliche Probleme, die ursächlich für Überbevölkerung und viele Folgeerscheinungen haben. Diese Probleme müssen sie selber erkennen und Massnahmen ergreifen. Keine Kolonialmacht hatte jemals die Absicht, zu helfen. Ausser es störte ihre Wirtschaftsmacht. Alles andere sind Märchen und Propaganda. Jedes Land ist sich selbst der Nächste. Man lernt am besten aus persönlichen (schmerzhaften) Erfahrungen.
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  • Kommentar von robert mathis (veritas)
    Warum interessiert dieses Unglück Keiner? Da sind auch hunderte unschuldige Menschen gestorben,ich kann es nicht mehr hören wenn dauernd von toten Flüchtlingen im Meer die Rede ist,diese wussten dass sie sich auf eine gefährliche Reise begeben und freiwillig den Tod in Kauf nehmen ,eine Naturkatastrophe wie in Indien ist Schicksal.Jedes Menschenleben hat seinen Wert ......
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    1. Antwort von Margot Helmers (Margot Helmers)
      Ich war mal vor langer Zeit in Indien. Es ist wie im Bericht beschrieben ist, die Abflüsse sind völlig verstopft. Bei einem Sturzregen kann es sehr leicht zu Überschwemmungen führen. Die Gesellschaft ist es nicht gewöhnt aufeinander zu schauen, es gibt viel weniger den inneren Zusammenhalt. Auch die Natur ist nahe der Zivilisation extrem verdreckt, Müllabfuhr gibt es nicht. 2007 war ich in Goa, das ist nicht das richtige Indien, trotzdem waren die Bäume, Meer, usw. voll von Plasiksäcken.
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