Gambias harziger Machtwechsel Jammeh leerte vor dem Abflug die Staatskassen

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Jammehs Abflug – samt Musikkapelle

0:42 min, vom 23.1.2017
  • Der Nachfolger von Gambias Präsidenten Yahya Jammeh hat offenbar leere Staatskassen vorgefunden.
  • Der designierte neue Präsident Adama Barrow erklärte, das müsse bei seinem Amtsantritt allerdings noch bestätigt werden.

Jammeh hatte Gambia am Samstag verlassen und traf am Sonntag in seinem Exil im zentralafrikanischen Staat Äquatorialguinea ein. Anhänger verabschiedeten Jammeh auf dem Flughafen Banjul am Samstag – einige unter Tränen. Sein Gepäck wurde mit einem zweiten Flugzeug transportiert. Anhänger seines Nachfolgers Barrow kritisierten, dass Jammeh seine «Beute» in einer extra Maschine ausser Landes bringen dürfe.

Jammeh in weissem Gewand winkt vom Eingang des Flugzeugs. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Anhänger verabschiedeten Jammeh auf dem Flughafen Banjul am Samstag - einige unter Tränen. Keystone

Jammeh hatte den kleinen westafrikanischen Staat 22 Jahre mit harter Hand regiert. Nach seiner Abwahl am 1. Dezember vergangenen Jahres hatte sich der bisherige Präsident geweigert, seine Niederlage einzugestehen und sein Amt zu räumen. Erst angesichts der Drohung einer Entmachtung durch 7000 Mann starke Interventionstruppen aus Nigeria, Ghana, Togo und dem Senegal sowie nach Marathonverhandlungen mit Vertretern anderer westafrikanischer Staaten steuerte er um.