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Nagasaki: Protest am Atombomben-Gedenktag
Aus Tagesschau vom 09.08.2015.
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International Japan beschwört in Nagasaki den Frieden

Japan hat der Opfer des Atombombenabwurfs auf die Stadt Nagasaki durch die US-Luftwaffe vor 70 Jahren gedacht. In einer «Friedenserklärung» mahnte der Bürgermeister von Nagasaki, Japan dürfe sich niemals vom friedlichen Prinzip abwenden, dem Krieg abzuschwören.

Nippon gedenkt der Opfer des US-Atombombenabwurfs vor 70 Jahren. Im Friedenspark in Nagasaki erklangen zum Zeitpunkt des Abwurfs während einer Schweigeminute die Sirenen. Danach legte Ministerpräsident Shinzo Abe vor dem Denkmal einen Kranz nieder.

Die Gedenkfeiern überschneiden sich mit Plänen der rechtskonservativen Regierung für eine tiefgreifende Armeereform. Viele Japaner sind beunruhigt und sehen darin eine Abkehr vom Pazifismus der Nachkriegszeit. Diese Bedenken hat auch der Bürgermeister Nagasakis in seinen Friedensappell anlässlich der Gedenkzeremonie aufgenommen.

Hinzu kommt, dass Regierungschef Shinzo Abe dafür kritisiert wird, dass er vor drei Tagen beim Gedenken an die Opfer der Atombombe auf Hiroshima nicht Japans bisherige drei Prinzipien erwähnte, wonach Japan weder Atomwaffen produziert, besitzt, noch auf eigenem Boden erlaubt. In Nagasaki hat Abe nun dieses Versäumnis nachgeholt. Japan bleibe atomwaffenfrei, bekräftigte der Regierungschef.

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«Für eine Welt ohne Atomwaffen»
Aus Tagesschau vom 09.08.2015.
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Beispiellose Verwüstung

Die Amerikaner hatten am 9. August 1945 ihre zweite Atombombe auf die Grossstadt abgeworfen. Nur drei Tage zuvor war Hiroshima durch eine Atombombe mit geringerer Sprengkraft verwüstet worden war. Allein in Nagasaki wurden etwa 70'000 Menschen durch direkte Einwirkung getötet, 75'000 weitere verletzt.

Unter dem Eindruck der Zerstörungen kapitulierte das Kaiserreich Japan am 15. August. Hiroshima und Nagasaki wurden als die ersten von einer Atombombe verwüsteten Städte weltweit als Symbol für den Frieden bekannt.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Susanne Lüscher , Gossau
    Atomfrei wohl nicht ganz, da sich auf Okinava eine grosse US-Militärbasis befinden und dort werden mit Sicherheit, wie in Deutschland auch, A-Waffen platziert sein. Wie die USA bis heute nie für die Kriegsverbrechen von Nagasaki, Hiroshima oder Dresden zur Verantwortung gezogen wurden, werden auch die auf Okinava stationierten Soldaten nie für ihre Verbrechen an den Zivilisten Okinavas zur Rechenschaft gezogen.
  • Kommentar von C. Szabo , Thal
    Beim Atombombeneinsatz haben sich Japan und die USA schuldig gemacht. US-Militärs wollten ihre überlegene Waffentechnik einsetzen, um andere Nationen einzuschüchtern und ihre Soldaten zu schonen. Japan war die Existenz ihres Kaisers und gewisser Militärstrukturen wichtiger als das Volk. Nach dem Einsatz haben beide Länder über das Ausmass der Opfer geschwiegen und wissenschaftliche Experimente durchgeführt, ohne den Menschen die nötige Hilfe zu geben. Schande bei vielen Verantwortlichen.
    1. Antwort von Hans Koller , Belp
      Lassen sie die Kirche im Dorf. Schuld am II.Weltkrieg waren die Achsenmächte. Der späte Kriegseintritt der USA verlängerte den Krieg.
    2. Antwort von C. Szabo , Thal
      @H. Belp: Der Kriegseintritt der USA verkürzte den Krieg. Er war perfekt getimt. Die USA, die den Überfall auf Pearl Habor wahrscheinlich bewusst zuliessen, wollten eine Machtausbreitung Japans im pazifischen Raum unterbinden. In Europa war die Verbindung zu GB ausschlaggebend. Schon nach dem 1. WK wuchs die Macht der USA ungebremst und sie wurde zum grössten Geberland. Ohne grosse eigene Verluste festigen die USA nach 1945 ihre Stellung. Sie nutzten geschickt Technologie aller Beteiligten.
  • Kommentar von Gusti Pollak , 3766 Boltigen
    "Unter dem Eindruck der Zerstörungen kapitulierte (...) Japan am 15. August." "Unter dem Eindruck des Kriegseintrittes von Russland" wäre mindestens so wahr. Es ist unverantwortlich, die Bombenabwürfe als einzige Ursache für die Kapitulation hinzustellen. Die Bewältigung von Ereignissen, um diese für alle Zeiten zu verhindern, beginnt mit der sorgfältigen Aufarbeitung des Geschehens. Auch zur Frage, wieweit es einfach grässliche Menschenversuche fanatischer Wissenschaftler und Politiker waren.
    1. Antwort von m.mitulla , wil
      Ja, die vollständige geschichtliche Aufarbeitung wäre sicher interessant - aber unmöglich, solange die Unterlagen in den USA als "geheim" klassifiziert sind.
    2. Antwort von Tom Lappert , Zürich
      Zur vollständigen geschichtlichen Aufarbeitung würde auch gehören, dass sich Japan endlich zu Dingen, wie dem Nanjing Massaker bekennen würde...!