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International Japan: Warnung vor Vulkanausbruch nahe AKW

Die japanischen Behörden haben vor erhöhter Aktivität des Vulkans Sakurajima gewarnt. Anwohner machen sich nun für eine allfällige Evakuierung bereit. Der Vulkan befindet sich rund 50 Kilometer vom Atomkraftwerk Sendai entfernt.

Vulkan Sakurajima
Legende: Beim Vulkan Sakurajima handelt es sich um einen der aktivsten Vulkane von Japan. Reuters

In Japan haben die Behörden vor einer erhöhten Aktivität des Vulkans Sakurajima gewarnt, der rund 50 Kilometer von dem erst diese Woche wieder hochgefahrenen Atomkraftwerk Sendai entfernt ist.

Die Warnung gilt für zwei Städte, die sich rund 3 Kilometer vom Krater entfernt befinden. Es bestehe die Gefahr, dass am Fuss des Berges Steine herabregnen könnten. Die Bevölkerung in der Nähe des Sakurajima solle sich auf Evakuierungen vorbereiten, teilte Japans meteorologische Behörde mit. Betroffen seien rund hundert Menschen.

Der Sakurajima auf der im Süden Japans gelegenen Insel Kyushu ist einer der aktivsten Vulkane des Landes. Fast ununterbrochen kommt es zu Eruptionen. Doch nun könne es bald einen grösseren Ausbruch geben, sagte ein Vertreter der Meteorologischen Behörde.

Nach Tsunami abgeschaltet

Erst am Dienstag hatte der Betreiber Kyushu Electric Power einen Reaktor des AKW Sendai wieder hochgefahren. Es ist der erste seit der Katastrophe von Fukushima vor viereinhalb Jahren.

Die Atomaufsichtsbehörde schätzt die Chance, dass es während der Betriebsdauer des AKW Sendai zu einer grösseren Vulkan-Aktivität kommt, als vernachlässigbar ein. Erst vor zwei Jahren hatte der Sakurajima Asche rund fünf Kilometer hoch in die Luft gespien.

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35 Kommentare

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  • Kommentar von Barbara Haener, Baar
    Ich fände die Diskussionen, ob der Vulkan eine Bedrohung für ein Kernkraftwerk ist oder nicht, schon fast amüsant, wenn das Thema nicht so bedenklich wäre. Ein Kernkraftwerk ist mit oder ohne Vulkan in der Nähe enorm gefährlich, ganz abgesehen von der Umweltschädigung der Urangewinnung (bis man z. B. nur ein Yellowcake hat) und der bis heute nicht vorhandenen Endlager für hochradioaktiven Müll (in Onkalo gäbe es auch Probleme).
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  • Kommentar von M.Kaiser, Rebstein
    Es muss der zweite Gau einfach kommen, sonst glauben die noch ewig wie sicher diese Kraftwerke sind .
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    1. Antwort von Daniel Schenker, Bern
      Was ist denn das für ein destruktiver Ansatz? Selbsterfüllende Prophezeiung?
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    2. Antwort von M.Kaiser, Rebstein
      Tschernobyl und Fukushima sind Synonyme für Atomunfälle katastrophaler Grösse. Orte wie Harrisburg, Sellafield, Majak, Tomsk-7 und Tokaimura bekamen einen unangenehmen Beigeschmack für eine nicht beherrschbare, lebensverachtende Industrie. Es noch weiter Unfälle ! Und was erst die Entsorgung kostet, das Verschweigen alle Betreiber -es geht in die 100erte Milliarden Fr., die wir Steuerzahler zu bezahlen haben .Bevor nicht wiederum ein solcher Gau die Menschheit schockt ist kein Ende mit Wahnsinn!
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  • Kommentar von Marcel Chauvet, Neustadt
    Wenn was Schlimmes passiert, der Kaiser oder Bonzen dieses "Riesen"Kaiserreiches machen es vor: 5 x Diener mit dem Kopf bis zum Boden machen und "Entschuldigung" murmeln und schon ist wieder alles in Butter und das Gesicht gewahrt. Wer da denkt, dass die Japaner nach Fukushima mal Konsequenzen in ihrem geologisch brüchigen Inselstaat ziehen, weit gefehlt. Radioaktive Verseuchung:Bewohner ewig evakuieren,Entsorgung ab in den Ozean, damit Meerestiere und der Rest der Welt auch was davon haben.
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    1. Antwort von Daniel Schenker, Bern
      Schon mal daran gedacht, dass Sie auf dem Holzweg sind und nicht die Japaner oder vielen anderen Länder, die ihre Kernkraftwerke heute nicht ausschalten wollen/können. Nein, lieber ein Bisschen Respektlosigkeiten rumplappern.
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