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Japans Gedenken an Tote stört Nachbarländer
Aus Tagesschau vom 15.08.2013.
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International Japans Regierung provoziert erneut die Nachbarn

Keine Deeskalation in Tokio: Japanische Regierungsmitglieder haben einen umstrittenen Schrein zu Ehren der Toten des Zweiten Weltkriegs besucht – darunter auch verurteilte Kriegsverbrecher. Die Nachbarn des Inselstaates sind brüskiert.

Es ist jedes Jahr dasselbe Bild: Hunderte Japaner pilgern zum Yasukuni-Schrein. Der Ort ist ein beliebter Treffpunkt der militanten Rechten.

Auch dieses Jahr sind japanische Regierungsmitglieder am Jahrestag der Kapitulation Japans im Zweiten Weltkrieg zum umstrittenen Yasukuni-Schrein für die Kriegstoten gereist. China, Südkorea und Taiwan reagierten umgehend mit heftigem Protest.

«Zu weit gegangen»

So hat das chinesische Aussenministerium Japans Botschafter einbestellt, um gegen den Umgang Japans mit der Weltkriegsgeschichte zu protestieren. Vizeaussenminister Liu Zhenmin übermittelte dem Botschafter den formellen Protest aus Peking.

Japanische Minister folgen einem Shinto-Priester
Legende: Akt der Provokation: Der Besuch japanischer Minister sorgt seit Jahren für rote Köpfe. Doch Japan hält stur daran fest. Reuters

Auch die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua kritisierte die Ministerbesuche. Die Staatsagentur warf der japanischen Regierung vor, mit ihrem beunruhigenden Rechtsruck «zu weit gegangen» zu sein. Japans Nachbarn hätten Angst vor einer «gefährlichen Wiederbelebung seiner militaristischen Vergangenheit». Aus Seoul kam ebenfalls Kritik.

Mitten im Streit um die Senkaku-Inseln im Ostchinesischen Meer sind solche Provokationen aus Sicht von Experten gefährlich.

Aus Rücksicht auf die angespannten Beziehungen zu China und den Empfindlichkeiten auch in Südkorea war Regierungschef Shinzo Abe dem Schrein ferngeblieben. Er liess sich die Bemerkung aber nicht nehmen, dass er dies doch sehr bedauere. Abe spendete dafür rituelle Gegenstände.

Ehrung von Kriegsverbrechern

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Im Heiligtum werden auch 14 verurteilte Kriegsverbrecher geehrt. Deshalb empfinden Opfer von den japanischen Aggressionen während des Krieges solche Pilgergänge als schwere Provokation.

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