Jemen steht am Rande des Kollaps

Die UNO ist besorgt: Jemen ist «kurz vor dem Zusammenbruch». Die UNO-Mitgliedsstaaten sollen dringend 702 Millionen Dollar bereitstellen. Doch der Spendenaufruf ist nicht bindend und könnte verhallen.

Menschen halten Schüssel für eine Portion des Gerichts Al-Saltah in einem Restaurant in Sanaa. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Bedarf ist gross: Menschen warten auf eine Portion des Gerichts Al-Saltah in einem Restaurant in Sanaa. Reuters

Der Jemen steht nach zwei Jahren der Unruhen laut Vereinten Nationen «kurz vor dem Zusammenbruch». Das hätte schweren Folgen für die Menschen im Land. «Konflikte und Instabilität in der Region und der anhaltende politische Wandel im Jemen selbst überdecken eine humanitäre Krise», sagte der regionale UNO- Nothilfekoordinator Ould Scheich Ahmed am Montag.

Die Vereinten Nationen haben ihre 193 Mitgliedsländer deshalb um 702 Millionen Dollar gebeten.

Laut UNO brauchen sieben Millionen Jemeniten dringend Hilfe. Das ist fast ein Drittel der Bevölkerung. Es mangele an Nahrung, sauberem Wasser und medizinischer Versorgung. In weiten Teilen des Landes würden die Menschen auch unter Epidemien leiden.

Der Spendenaufruf der UNO an die Mitgliedsländer ist ein reiner Appell und nicht bindend. Oft kommen die erbetenen Summen nicht zusammen.