Jemen: Tote bei Anschlag auf Ministerium

Im Jemen haben Terroristen bei einem Selbstmordanschlag auf das Verteidigungsministerium Dutzende Menschen getötet. Unter den etwa 50 Toten befinden sich auch zwei deutsche Entwicklungshelfer.

Bei einem Anschlag in Sanaa hat sich ein Angreifer am Eingang eines Gebäudes des Verteidigungsministeriums im Stadtzentrum in die Luft gesprengt. Anschliessend stürmten nach Angaben von Augenzeugen und lokalen Medien rund zwei Dutzend bewaffnete Männer das Gelände, auf dem auch ein Militärkrankenhaus liegt.

Es folgte ein mehrstündiges Gefecht zwischen Soldaten und den Angreifern, die sich in drei Gebäuden verschanzten. Rund 50 Personen kamen dabei ums Leben. Unter den Toten sollen sich 20 Angreifer sowie mehrere Ärzte und Patienten des Militärspitals befinden. Die zwei deutschen Opfer waren für die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) tätig.

Die Identität der Angreifer ist unklar. Al-Kaida-Terroristen hatten mehrfach vergeblich versucht, Verteidigungsminister Mohammed Nasser Ahmed zu töten. Jemens Regierung bekämpft gemeinsam mit den USA die Terrorgruppe Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP).

Aus dem Ministerium hiess es, die meisten der Angreifer seien getötet worden. Die Lage auf dem Gelände sei wieder unter Kontrolle. Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi besuchte das Ministerium am Nachmittag.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Schweres Attentat im Jemen

    Aus Tagesschau vom 5.12.2013

    Bei einem Angriff auf das Verteidigungsministerium in der Hauptstadt Sanaa sind fast 40 Menschen getötet und rund 100 verletzt worden. Wer hinter dem Attentat steht, ist noch unklar.