Zum Inhalt springen
Inhalt

Treffen der Anti-IS-Koalition Kampf gegen Terrormiliz IS soll verstärkt werden

Die 68 Mitglieder der Anti-IS-Koalition bekräftigten in Washington ihren Willen zur Auslöschung der Terrormiliz.

Zu sehen US-Aussenminister Tiilerson.
Legende: US-Aussenminister Tillerson fordert von seinen Kollegen verstärkte Anstrengungen. Keystone

68 Staaten ist die Anti-IS-Koalition stark. Diese Woche trifft sie sich in Washington auf Einladung der neuen US-Regierung. Substanziell neues brachte die Konferenz jedoch bislang nicht hervor. «Wir bleiben eng verbunden in unserem Entsetzen über die Untaten des IS und in unserer Entschlossenheit, diese weltweite Bedrohung zu eliminieren», heisst es in einer gemeinsamen Erklärung der Mitglieder.

Deutlicher wurde US-Aussenminister Rex Tillerson. Er bezeichnete einen Sieg über den IS als oberstes Ziel der USA in der Nahost-Region. Aber auch die Partner müssten sich mehr engagieren. Die Mitglieder müssten weit über das militärische Vorgehen hinaus zusammenstehen und gemeinsame Strategien ausarbeiten.

Jetzt ist die Zeit, um in den Kampf zu investieren, an dem wir alle unsere Anteile haben.
Autor: Rex TillersonUS-Aussenminister

Der US-Aussenminister schlug unter anderem Sicherheitszonen für syrische Flüchtlinge vor, um ihnen die Rückkehr in ihr Heimatland zu erleichtern. Tillerson machte jedoch keine Angaben dazu, wie diese Zonen militärisch gesichert und überwacht werden sollen.

23 Länder stellen Truppen

Das Treffen findet zum ersten Mal auf Einladung der neuen Regierung von US-Präsident Donald Trump statt. Die Koalition ist nach Angaben des US-Aussenministeriums die grösste Gruppe von Staaten, die jemals zusammengearbeitet hat, um einen gemeinsamen Gegner zu bekämpfen.

Derzeit stellen 23 Länder Truppen für Kämpfe im Irak und Syrien. Seit 2014 sei die Zahl der IS-Kämpfer halbiert worden. Mit 19'000 Luftschlägen habe die Koalition bisher Zehntausende Rebellen vertrieben und 180 führende Terror-Fürsten getötet. 62 Prozent des Terrains, das der IS einst gehalten hatte, seien zurückerobert.

Die Koalition ordne ihre zivilen Anstrengungen dem Ziel unter, ein Wiedererstarken des IS zu verhindern. 2017 werden gemeinsame Ausgaben von mehr als 2,3 Milliarden Dollar erwartet, sagte Tillerson.

Der deutsche Aussenminister Gabriel sagte der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung», die Unterstützung dürfe nicht nachlassen, auch wenn der IS überall auf dem Rückzug sei. Stabilisierungsprogramme, humanitäre Hilfe und wirtschaftliche Zuwendungen seien entscheidend, um die Terroristen fernzuhalten. Seit 2014 seien insgesamt 22,2 Milliarden Dollar geflossen, hiess es vom US-Aussenministerium.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

6 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Ist der Regime-Change Fraktion wieder einmal eine Eigenkreation durchgegangen? Und die USA spielt wieder einmal Retter ihres selbst inszenierten Schlamassels. Nichts Neues im Westen und von seinen Verbündeten, den Nahost Superpartnern, da Superkunden der Rüstung.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Silvan Biefer (Silber)
    Das Problem ist nicht die Gestalt einer solchen Macht, sondern viel eher das Gedankengut. Das Problem bei dieser Konferenz ist, dass es an Einsicht dies bezüglich fehlt. Zwar kann die Körperschaft(en) dieser Unheilsbringer, wie abermals erreicht, vernichtet/zerstückelt werden. Jedoch ist es nicht mehr möglich ein einstig als Schutzschild angedachten gedankliche Teufelsbrut wieder dem Erdboden gleich zu machen. Allianzen -> Konsequenzen -> Allianzen besser wählen oder mit den Konsequenzen leben
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Jacqueline Zwahlen (Jacqueline Zwahlen)
    Und wenn das irgendwann überstanden ist, dann muss die Anti-Terror-Koalition zusammenstehen und dafür sorgen, dass die Amerikaner samt ihren Vasallen ihre verfluchte Aussenpolitik ändern und sich ans Völkerrecht halten.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen